Wenn mir mal jemand gesagt hätte, dass ich meine Uhr einfach nicht mehr vom Handgelenk nehmen werde, hätte ich diese Person wahrscheinlich ausgelacht. Bis vor ein paar Jahren war ich nämlich eher nur eine ab und zu Uhrträgerin. Doch wer einmal eine Garmin Uhr am Handgelenk hatte, weiß wahrscheinlich ganz genau wovon ich spreche. Seit mich meine Garmin Fenix begleitet, kann ich einfach nicht mehr ohne. Mitte Januar wurde die Garmin Fenix 6s auf meinem Handgelenk dann von dem Nachfolger, der neuen Garmin Fenix 7S abgelöst und was soll ich sagen, ich bin verliebt. Auch wenn sie sich auf den ersten Blick gar nicht so vom Vorgänger unterscheidet, gibt es ein paar richtig coole neue Features. Ich habe die neue Multisportuhr die letzten Wochen ausführlich getestet um mir selber ein Bild davon zu machen, inwiefern sie sich von dem Vorgänger unterscheidet und habe euch das hier inkl. aller Infos was sie eigentlich alles kann in diesem Erfahrungsbericht zusammengefasst. Eines kann ich euch aber jetzt schon sagen, für alle Sportliebhaber die gerne unterschiedliche Sportarten ausüben und viel Zeit in der Natur bzw. am Berg verbringen und all diese Dinge auch gerne tracken, ist diese Uhr auf jeden Fall eine Bereicherung.
Auf einem Blick – Was ist neu?
– Touchscreen – neue Stamina Funktion: diese stellt den Energieverbrauch während dem Sport dar, um eine frühzeitige Erschöpfung zu vermeiden. – Solarmodelle – noch längere Akkulaufzeit
– erstmalig Modelle mit Solar & Saphirglas
– noch mehr (über 60) Sportprofile, wie nun auch Kitesurfen, HIIT, Surfen, …
– Health Snapshot
– noch mehr animierte Workouts – Up Head Funktion: ermöglicht Stationen entlang der Route zu markieren – Multifrequenz-GPS – Garmin Fenix X – kommt mit Taschenlampen-Funktion
Zu Beginn, schon als der Vorgänger bei mir eingezogen ist, war ich mir nicht sicher ob dieses Modell denn auch das Richtige für mich ist, da es doch sehr viele Funktionen hat. Vielleicht sogar zu viele? Doch seit ich ein Fenix Besitzer bin kann ich nur sagen, ich will nie wieder ohne. Ja, ich nutze tatsächlich nur einen Bruchteil, aber dank der Uhr habe ich irgendwie meinen Körper und mein Fitnesslevel nochmal besser kennengelernt.
– Laufen inkl. Garmin Coach & Routen planen
Schon seit einigen Jahren gehe ich regelmässig laufen. Mal mehr mal weniger, mal längere mal kürzere Strecken. Schon immer habe ich meine Läufe gerne getracked um einfach einen Überblick zu haben und mich auch zu verbessern. Früher habe ich das mit dem Handy gemacht, mittlerweile mache ich das wirklich nur noch mit meiner Garmin, da ich so noch mehr Informationen bekomme. Die Uhr gibt mir sogar Trainingstipps, wenn ich mich mal wieder nicht entscheiden kann wie lange ich laufen soll. Diese Trainings sind da, um die eigene Fitness zu verbessern und an seiner Kondition zu arbeiten, was man sowieso viel zu selten macht.
Was ich auch sehr feiere ist die neue Stamina Funktion, die die Restenergie während der Aktivität bewertet. Wenn man also zum Beispiel 10km laufen geht und man schon 5km hinter sich gebracht hat, sagt einem die Uhr genau, welche Pace man die restlichen 5km laufen kann. So kann der Energieverbrauch optimiert werden und verfrühte Überanstrengung vermieden werden. Ich bin sehr oft ein Kandidat, der zu Beginn zu schnell los läuft – da ist diese Funktion echt genial. Was ich außerdem gerne verwenden, um für mich auch immer mal wieder Ziele zu setzen, ist der Garmin Couch – Der Trainingsplan direkt fürs Handgelenk.
– HIIT Workouts inkl. Workouts Auch dieses Sportprofil findet man jetzt direkt auf der Uhr und man muss sich nicht extra eine App herunterladen, was ich unglaublich feiere, denn ich mache doch sehr oft und gerne HIIT Workouts. Man kann hier zwischen freien Training, Tabata AMRAP, EMOM und benutzerdefiniert wählen. Außerdem gibt es die Möglichkeit sich hier Workouts aufs Handgelenk zu laden. Sprich man bekommt dann jede einzelne Übung vorgezeigt. Sehr praktisch, wenn man zum Beispiel Outdoor trainiert und man ideenlos ist welche Übung man machen kann. Das HIIT Sportprofil ist bei mir wirklich regelmäßig in Verwendung und ich habe mich unheimlich über diese Erweiterung, die nun direkt auf der Uhr vorinstalliert ist gefreut. Bei dem Vorgänger Modell lässt es sich aber auch mittels eines Updates auf die Uhr laden.
– Skitouren Funktion & Snowboarden Im Winter nutze ich unglaublich gerne das Skitouren und Snowboarden Profil, denn auch da finde ich es super zu wissen wie viele Höhenmeter man gemacht hat. Man kann hier übrigens auch eine Route selber abstecken und sich sogar zu bestimmten Stationen entlang der Route (wie z.Bsp. eine Hütte) navigieren lassen. Beim Snowboarden macht man vielleicht jetzt nicht sonderlich viele Höhenmeter (also schon aber eben mit der Gondel), dafür sieht man bei dieser Funktion ganz gut, wie viele Abfahrten und Gesamtkilometer man gefahren ist. Super spannend finde ich hier, dass die Uhr selber erkennt, wenn eine Abfahrt beginnt und es wird sogar die Geschwindigkeit angezeigt. Das sind doch alles Dinge die man so nicht weiß und auch wenn ich beim Snowboarden die Uhr nicht immer einschalte, ab und zu kommt diese Funktion schon auch zum Einsatz.
– Wandern Die Wanderfunktion der Garmin Fenix 7S gehört zu meinen absoluten Lieblingsfunktionen, weil ich einfach unheimlich gerne viel Zeit am Berg verbringe und meine Touren natürlich tracke. Doch man kann hier nicht nur Strecke, Dauer, Puls und Höhenmeter messen, sondern super praktisch ist auch, dass man sich auch zurück zum Startpunkt navigieren lassen kann. Auch hier kann man sich eine Route inkl. Stationen abstecken. Was auch super praktisch ist, ist der neue Touchscreen, der das navigieren noch einfacher macht. Also alleine wegen dem Höhenprofil, bin ich ein riesen Fan der Garmin, weil das doch nicht jede Uhr hat. Also für Outdoorsportler ist meiner Meinung nach die Fenix echt der beste Begleiter.
Schlaftracking – Body Battery – Stresslevel – Pulsmessung – Zyklustracking
Doch neben den ganzen Sportprofilen kann diese Uhr noch so viel mehr, vor allem auch im Alltag nutze ich sie wirklich super gerne und viel. Neben meinem Schlaf wird auch mein Puls und mein Atem getracked. Es kann somit auch meine Body Battery und mein Stresslevel ermittelt werden. Meine täglich verbrannten Kalorien (auch wenn ich darauf keinen Wert lege, finde ich es trotzdem spannend zu sehen) und auch meine Schritte werden aufgezeichnet. Man bekommt dank dieser Uhr, oder eigentlich kann man die Fenix 7S ja eigentlich schon einen kleinen Computer nennen, echt viele Daten und einen tollen Einblick. Für alle Frauen ist vielleicht auch noch der Zyklustracker ganz spannend, so bekommt man noch einen besseren Einblick und lernt seinen eigenen Zyklus nochmal besser kennen. Wenn man diese App regelmäßig verwendet, wird einem schon vorher genau angezeigt in welcher Phase man sich gerade befindet, wann der nächste Eisprung, bzw. die nächste Periode ansteht (manchmal mit leichten Abweichungen).
Ich finde es super spannend so viel über meine Gesundheit zu erfahren und das auch immer dank der Garmin Connect App im Auge zu behalten. So erfährt man einfach noch viel mehr über seinen Körper und kann dank gewisser Daten auch sein Fitnesslevel verbessern und an sich selber arbeiten. Mich persönlich motiviert das unheimlich.
Der Umstieg von der Gamin Fenix 6S auf die neue Garmin Fenix 7S war kein großer, da doch das meiste gleich geblieben ist und nur ein paar neue Funktionen dazugekommen sind. Auch wenn der Unterschied vielleicht nicht sofort auffällt, gibt es schon ein paar Neuerungen, wie der Touchscreen (der übrigens auch ausgeschalten werden kann), die Kombination aus Solar & Saphirglas, die vielen neuen Sportprofile und die Stamina Funktion, die ich nicht mehr missen möchte. Nächste Woche geht es für mich ab ins warme und ans Meer und ich kann es schon gar nicht erwarten die neue Surffunktion zu testen.
Nachdem sich das Wetter am Wochenende mal wieder von seiner besten Seite gezeigt hat, bin ich ins Auto gestiegen und habe dem Salzkammergut einen kleinen Besuch abgestattet . Ich mag die Wanderungen in dem Seengebiet einfach unheimlich gerne und es gibt einfach so viele tolle Berge, die auch noch auf meiner Liste stehen. Dieses Mal stand zum zweiten Mal der Vormauerstein am Plan. Schon im November habe ich diese Wanderung gemacht und statt Blick auf den See, hatten wir ein wunderschönes Wolkenmeer vor uns. Ist natürlich auch sehr schön, aber ich wollte die Aussicht dann doch auch einmal sehen, wie sie an klaren Tagen ist. Am ersten Teil des Weges herrschten schon richtige Frühlingsvibes und es war unglaublich warm und überall haben sich schon die Blümchen blicken lassen. Nach der Hälfte hat sich dann der Winter nochmal blicken lassen und die letzten Meter vor dem Gipfel lag noch jede Menge Schnee. Stöcke sind hier also auf jeden Fall von Vorteil und machen vor allem den Abstieg ein wenig leichter – vor allem wenn man zu dieser Jahreszeit beschließt auf den Vormauerstein zu gehen. Die Wanderung selber ist aber wirklich unglaublich schön und abwechslungsreich und man wird mit einem wunderschönen Blick auf den Wolfgangsee und auf den Schafberg belohnt. Kleiner Tipp, da es sich hierbei um eine sehr beleibte Wanderung handelt, macht es auf jeden Fall Sinn schon in der Früh los zu gehen. Vor allem, wenn man sich den doch nicht so großen Gipfel mit vielen anderen Menschen teilen möchte.
Schwierigkeit
Leicht/mittel
Dauer (An- und Abstieg)
3:30h
Distanz
9,2 km
Höhenmeter
780 hm
Hundetauglich
Ja
Ausgangspunkt
Jausenstation Holzerbauer
Hütte/Einkehrmöglichkeit
Ja am Start- und Endpunkt – Jausenstation Holzbauer
Die Wanderung startet bei der Jausenstation Holzbauer, wo man auch ohne Probleme parken kann. Der Bauer sammelt jedoch seit letztem Jahr 2 Euro Parkgebühr pro Auto ein. Beim Parkplatz vorbei folgt man den Weg nach rechts Richtung Vormaueralm, der in den Wald führt. Zuerst ist der Weg noch sehr gemütlich und wird dann aber doch relativ schnell steil. Der Weg selber ist aber wirklich wunderschön und nicht sonderlich schwierig zu begehen. Entlang des Weges sind überall Schilder mit Zwergen und Sprüchen angebracht. Nach ca. einer halben Stunde erreicht man ein schönes Aussichtsplatzerl mit traumhaften Blick auf den Wolfgangsee, dass sich perfekt für eine erste kurze Verschnaufpause eignet. Man folgt dem Pfad bis zur Sommeraualm und quert ein paar Mal die Forststrasse, bis man das Almgebiet erreicht. Mit etwas Glück kann man hier Gämse oder Rehe sehen. An der Hütte vorbei geht es weiter Richtung Vormaueralm und wieder zurück in den Wald. Wenn man das Plateau der Vormaueralm erreicht hat man auch das erste Mal einen wunderschönen Blick auf den dahinterliegenden Schafberg und auch den Attersee. An den Hütten vorbei geht es dann links Richtung Vormauerstein Gipfel. Für das letzte kurze Stück sollte man trittsicher sein, denn hierfür muss man ein bisschen kraxeln und die Hände kommen zum Einsatz – Es ist keine sehr schwere Passage, aber trotzdem ist Vorsicht geboten. Nach der kurzen Kraxelei wird man dann mit einer traumhaften Aussicht auf den Wolfgangsee und die Berge belohnt. Hinter dem Vormauerstein ragt der Schafberg empor. Mit einer kleinen Jause lässt es sich hier oben in der Sonne schon sehr gut aushalten.
Für den Abstieg kann man entweder den selben Weg retour wählen oder man biegt bei der Vormaueralm nach links in den Wald und folgt dem Schild Richtung St. Wolfgang. Dieser Weg führt einen über die Forststrasse zurück zum Parkplatz. Der Weg ist zwar langweiliger, aber gemütlicher. Man kann die Runde natürlich auch andersrum gehen, was ich persönlich nicht empfehlen würde, da der Weg durch den Wald um einiges schöner ist als wenn man die Forststrasse bergauf geht. Eine wirklich schöne Rundwanderung die man in 3bis 3,5h (ohne Pause) gemeistert hat.
Ich bin ein Sommerkind durch und durch, doch wenn dann der Schnee kommt, kann sich das schlagartig ändern. Sobald die ersten Schneeflocken fallen, wird das Snowboard aus der Winterpause geholt. Im vergangenen Jahr war ich sogar so motiviert, dass ich schon im Oktober straight von Sardinien das erste Mal auf den Berg gedüst bin. Gib mir ein Brett in die Hand und die Nina ist happy. Achja und Sonnenschein wäre noch wichtig, denn ich muss gestehen ich bin dann doch eher eine Schönwetter-Snowboarderin. Wenn es schneit, stürmt und man nichts sieht, bleib ich dann doch lieber zuhause auf der Coach und warte auf die perfekten Bluebird Tage. Lange Rede kurzer Sinn, mit Schnee und Snowboard mag ich den Winter schon echt sehr gerne. Man muss ja doch aus jeder Jahreszeit das Beste rausholen. Vor kurzem wurde ich gefragt wie lange ich denn schon snowboarde und ich musste feststellen, dass ich nun echt alt werde, denn ich stehe mittlerweile über 20 Jahre, mal mehr mal weniger oft auf dem Brett.
Meine Anfänge – Von den Skiern direkt aufs Snowboard Mit drei Jahren habe ich damals Skifahren gelernt und laut meiner Mama war ich darin auch gar nicht so schlecht, nur zu faul schön zu fahren. Meine Devise war einfach Vollgas, also bin ich meistens Schuss den Hang runtergedüst. Mit ca. 9 Jahren bin ich dann von zwei Brettern auf eines umgestiegen. Da mein Papa “Snowboarder der ersten Stunde” ist, war das irgendwie klar, dass ich früher oder später auch zum Snowboarden wechseln werde. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie mich meinen Papa topmotiviert den Hügel raufgezogen hat und mir das Snowboarden beigebracht hat. Ja und dabei bin ich dann auch geblieben. Zwischendurch bin ich zwar immer mal wieder auf Skiern gestanden, aber wirklich Spaß hat mir nur das Snowboarden gemacht. Ich weiß noch ganz genau, als man mich bei der Wintersportwoche in die falsche Gruppe eingeteilt hat und ich 5 Tage lang Skifahren hätte sollen. Nach einem halben Tag schmollen durfte ich dann aber Gott sei Dank wechseln und so ist diese Woche dann doch noch schön geworden. Wenn ich gefragt werde, ob ich Tipps habe wie man am Besten beginnt, tue ich mir da immer sehr schwer, da ich schon zu lange am Snowboard stehe und mich an meine Anfänge gar nicht so gut erinnern kann. Über die Jahre war ich mal mehr und mal weniger im Schnee unterwegs, denn von Wien aus waren die Möglichkeiten doch nicht ganz so attraktiv. In den letzten Jahren hat sich das aber extrem geändert und seit ich in Salzburg wohne ist es sowieso alles nochmal etwas anderes. Mit den Bergen direkt vor der Haustüre gibt es halt nichts mehr was mich davon abhält, außer vielleicht schlechtes Wetter. Mittlerweile bin ich nicht nur gerne in den Skigebieten zum Boarden, sondern auch super gerne mit dem Splitboard unterwegs. Demnach hat sich auch meine Ausrüstung in den letzten 2 Jahren sehr verändert und ich habe alle eure Fragen rund um die Themen Snowboard-Ausrüstung und Splitboard versucht zu beantworten. Gleich vorweg, ja ich habe sicher nicht wenig Zeug und man kommt auch ganz bestimmt mit weniger aus, aber ich dürft auch nicht vergessen, es gehört auch zu meinem Beruf euch auch in diesem Bereich Neuheiten zu zeigen und deshalb bin ich da auch bestimmt kein Maßstab. Noch dazu kommt, dass mein Freund und ich die gleiche Kleidergröße haben, was natürlich zu meinem Vorteil ist, denn so kann ich auch seine coolen Styles tragen und immer mal wieder meine Teile neu kombinieren
Meine Snowboards
Früher hatte ich ein einziges Brett und das bin ich immer gefahren bis es regelrecht zerfallen ist. Im Prinzip benötigt man auch nur ein Snowboard, vor allem wenn man nur ab und an mal auf die Piste kommt. Ich war immer der Meinung eines reicht mir vollkommen doch im letzten Jahr wurde ich dann eines Besseren belehrt. Wenn man dann aber auch mehr Powdern also Tiefschneefahren geht oder eben auch Bergtouren macht, dann bleibt es nicht bei diesem einen Brett. Das Gute ist aber, dass man so ein Brett ja doch ein paar Jährchen fahren kann und es nicht jedes Jahr austauschen muss. Mein vorletztes Brett bin ich wirklich bis zum bitteren Ende gefahren und auch da fiel es mir schwer mich davon zu trennen. Wenn man sich diesen Beitrag so ansieht, könnte man meinen es handelt sich um einen Burton-Werbebeitrag, doch dem ist nicht so. Tatsächlich habe ich bis auf ein paar Teile (die ich zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen habe) alles selber gekauft.
Einmal Burton immer Burton – Ich muss zu geben ich war immer schon ein großer Fan dieser Marke und bin bis auf einmal auch immer ein Burton Snowboard gefahren. Für mich ist das einfach “die Snowboard-Brand” die nicht nur richtig gute Boards produziert, sondern auch einen geilen Style hat. Deshalb sind die meisten meiner Snowboard-Sachen auch von Burton. Ja und da ich weiß dass so eine Ausrüstung auch nicht gerade günstig ist, habe ich für euch nachgefragt und einen Code bekommen, mit dem ihr für die nächsten 10 Tage 20% bei Burton bekommt (exklusive Mine77 & Splitboards). Vielleicht gibt es da ja noch das eine oder andere was euch fehlt.
Piste – Burton Talent Scout 2018 (Länge 152) In dieses Brett habe ich mich vor über 2 Jahren , als ich das erste Mal in Laax war, sofort verliebt. Da ich mit dem Flieger angereist bin, habe ich mein Snowboard zuhause gelassen und mich für ein Leihboard entschieden. Ja und was soll ich sagen, es war einfach Liebe auf den ersten Blick und ich wollte das Brett eigentlich gar nicht mehr hergeben. Ein Jahr später bei meinem zweiten Besuch, stand wieder dieses Brett vor mir und da es Online nirgends mehr erhältlich war, wusste ich, ich muss sofort handeln. Also habe ich mit den Presse-Mädls gesprochen, die es Gott sei Dank möglich gemacht haben und so wurde das Leiboard kurzerhand gekauft und durfte endlich mit mir nachhause. Im Nachhinein betrachtet war es echt gar nicht so billig, aber da es mir einfach nicht aus dem Kopf gehen wollte musste ich zuschlagen. Da ich bei meinem zweiten Besuch mit dem Zug angereist bin, war der Transport auch um einiges einfacher. Seitdem begleitet mich dieses Snowboard und immer wenn ich es aus in die Hand nehme muss ich grinsen und an diese Geschichte denken. Das Talent Scout ist ein Allmountain Board und sowohl für die Piste als auch für den Powder geeignet und das schlaue Internet hat mir verraten, dass es auch fürs Parkfahren sehr gut geeignet ist, aber damit habe ich keine Erfahrung. Ich war die letzten Jahre auf jeden Fall sehr sehr happy mit diesem Brett und liebe es immer noch sehr. Hier findet ihr das aktuelle Burton Talent Scout Modell.
Dieses Jahr gab es noch ein kleines Upgrade und so durfte dieses Jahr eine Step On Bindung bei mir einziehen, was nochmal Next Level ist. Ich finde es braucht zwar ein bisschen bis man sich an das Einsteigen gewöhnt hat, aber wie entspannt ist es eigentlich wenn man sich gar nicht mehr wirklich bücken, geschweige denn hinsetzen muss beim anschallen. Bei den Snowboardboots habe ich das Step On Modell vom letzten Jahr, hier findet ihr das aktuelle Step On Ritual Modell.
Powder – Burton 3D Fish Eigentlich war ich ja der Meinung, dass mir mein Allmountain-Board reicht und ich auch im Powder damit sehr happy bin. Bis zu dem Moment, als ich im vergangenen Jahr das erste Mal den Fish von meinem Freund ausprobiert habe. Ich war so begeistert, dass sofort feststand, für die nächste Saison brauche ich auch so ein Brett. Mit einem Fish fühlt sich das fahren im Tiefschnee halt einfach nochmal mehr wie Surfen an. Man kann das Gefühl gar nicht beschreiben, man muss es einfach mal ausprobiert haben. Also habe ich mir dieses Jahr den Burton 3D Fish (Länge 151) zugelegt und oh mein Gott liebe ich dieses Snowboard. Da ich natürlich nicht den ersten Powder abwarten konnte, wurde es gleich im Oktober auf der Piste getestet und auch da fährt sich dieses Brett unheimlich gut. Im Tiefschnee ist es natürlich nochmal Next-Level und super wendig aber auch zum Carven auf der Piste finde ich es mega. Deshalb wird jetzt immer zwischen diesen zwei Brettern abgewechselt. Wobei ich die letzten Male fast immer zum Fish gegriffen habe. Für den Fish habe ich mir noch die Escapade Bindung zugelegt mit der ich auch sehr zufrieden bin.
Backcountry – Family Tree Straight Chuter Camber Splitboard
Im letzten Jahr habe ich dann auch noch das Touren gehen für mich entdeckt. Was gibt es besseres als auch im Winter den einen oder anderen Gipfel zu erklimmen und als Belohnung gehts dann mit dem Snowboard wieder runter ganz nach dem Motto “Earn you Turn”. So wurde dieses Jahr mein altes Splitboard ausgetauscht und das Family Tree Straight Chuter Camber Splitboard durfte bei mir einziehen. Ein wirklich super Board, dass sich auch richtig gut fährt, weil das ist ja oft so eine Sache bei Splitboards. Auch beim Bergauf gehen komme ich sehr gut zu recht, natürlich sind die zwei Teile breiter und schwerer als Tourenski, aber da ich noch nie auf Skier unterwegs war, habe ich hier auch keinen Vergleich. Ich bin auf jeden Fall sehr happy und zufrieden damit. In knapp 5 Minuten ist das Brett umgebaut und man kann damit den Berg runterdüsen.
Da das Brett hinten auch etwas kürzer ist, ist es vom Fahrgefühl auch ein bisschen wie mein Fish und sehr wendig. Wirklich viel anders fühlt sich das Fahren mit diesem Brett auch nicht an, ich würde es jetzt aber trotzdem nicht für einen Tag auf der Piste verwenden. Zum Brett dazu habe ich die Hitchhiker Bindung mit der ich auch sehr zufrieden bin und natürlich die passenden Felle für den Anstieg.
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(exklusive Mind 77 & Splitboards)
Snowboarden bzw. Wintersport im Allgemeinen ist kein billiger Spaß, denn neben Snowboard, Bindung und Boots braucht man dann doch auch noch die richtige Kleidung und auch das Thema Sicherheit darf nicht vernachlässigt werden. Wie bereits zu Beginn erwähnt bin ich auf jeden Fall kein Maßstab und besitze sicher mehr als man wirklich benötigt. Ich habe euch hier aber trotzdem meine Ausrüstung (aka. teilweise geliehen von meinem Freund) unterteilt in Piste und Tourengehen zusammengeschrieben, die sich für mich als perfekt herausgestellt hat.
Better Safe Than Sorry – Lawinenausrüstung
Vorher möchte ich aber noch auf ein anderes Thema, das unheimlich wichtig und von sehr vielen Menschen unterschätzt wird eingehen und zwar Sicherheit. Egal ob ich im Skigebiet oder mit dem Splitboard unterwegs bin, meine Lawinenausrüstung (Sonde, Schaufel & LVS-Gerät) habe ich immer im Rucksack dabei. Natürlich wenn man wirklich nur auf der Piste fährt ist das nicht nötig. Doch wer wie ich vom frischen Powder angezogen wird, sollte dieses Thema auf keinen Fall unterschätzen. Auch wenn ich hier immer sehr vorsichtig bin, keine extremen Touren gehe, wirklich nie etwas riskiere und auch immer mit sehr erfahrenen Snowboardern unterwegs bin, man weiß nie. Deshalb lieber immer alles einpacken, denn Sicherheit geht einfach vor. Außerdem kann ein Lawinenkurs nicht schaden, bzw. ist meiner Meinung nach unumgänglich. Der Alpenverein zum Beispiel bietet hier immer mal wieder Kurse (momentan eher nur online) an.
Abschließend kann ich hier nur sagen, seid hier wirklich vorsichtig, überschätzt euch nicht und befahrt kein Gelände das ihr nicht kennt.
Im Skigebiet unterwegs
Auch wenn es dieses Jahr alles etwas anders ist, bin ich trotzdem unheimlich gern in den umliegenden Skigebieten unterwegs und Salzburg hat da wirklich so einiges zu bieten. Ich möchte hier jetzt auch gar nicht zu viele Tipps geben und Gebiete empfehlen, denn da behalte ich meine Plätzchen auch irgendwie gerne für mich. Beziehungsweise wird der eine oder andere der mir auf Instagram folgt, sicher wissen wo im Salzburger Land ich mich gerne herumtreibe. Es gibt hier auf jeden Fall eine große Auswahl und jeder findet hier etwas für seine Bedürfnisse.
Wie schon erwähnt switche ich hier gerne zwischen meinem Burton Talent Scout und meinem 3D Fish – je nachdem nach was mir gerade ist und wie die Schneeverhältnisse sind.
Ich habe euch hier mal aufgelistet, wie meine Ausrüstung sprich Kleidung, Protektoren & Accessoires genau aussieht. Bei der Kleidung setze ich wie auch beim Wandern oder im Alltag auf Schichten. Lieber ein Fleece mehr einpacken und dann in den Rucksack stecken als frieren. Ausziehen kann man immer etwas wenn einem zu kalt ist. Mittlerweile weiß ich hier aber sehr gut wie viele Schichten ich bei welchen Bedingungen brauche und meistens fahre ich echt nur mit Baselayer, Fleece und Jacke. Hier muss man aber je nach Kälteempfinden das richtige für einen finden und da gibt es kein richtig oder falsch. Neben meiner Ausrüstung habe ich euch auch noch zusammengeschrieben, was ich so in meinen Rucksack packe, sprich was immer mit dabei ist.
Kleidung, Protektoren, Accessoires
Base Layer (=Skiunterwäsche) Hier habe ich zwei Garnituren mit denen ich sehr zufrieden bin.
Fleece: Da mir sehr schnell warm wird habe ich meistens über dem Base Layer nur ein Fleece an. Wenn die Temperaturen aber weit unter 0 Fallen, habe ich meistens noch ein zweites Fleece oder einen Hoodie im Rucksack dabei.
Jacke & Hose: Je nach Temperatur greife ich zur dünneren oder dickeren Jacke und wie schon erwähnt bediene ich mich auch gerne mal im Schrank von meinem Freund. Hier kann ich euch auf jeden Fall die Produkte von AK sehr empfehlen. Ja diese sind nicht gerade günstig, aber sie halten was sie versprechen und sind jeden Cent wert. Ich habe mit den Jacken und Hosen von AK noch nie gefroren oder war irgendwie nass. Auch die normalen Burton Jacken & Hosen sind gut, aber wenn ich es mir aussuchen könnte, dann würde ich immer zu AK greifen. Ich habe hier übrigens auch eine Hose aus der Männerabteilung ( ganz normal in Small ) und liebe sie heiß. Ich bin aber auch beim Snowboarden eher ein Fan vom Oversized Look und mag es wenn es locker sitzt.
Helm: Wie schon erwähnt geht bei mir Sicherheit vor und deshalb fahre ich wirklich immer mit Helm. Früher habe ich immer die Augen verdreht, denn die wirklich Coolen sind nie mit Helm sondern meistens mit Mütze gefahren. Doch eigentlich ist das total dumm, denn Wintersport ist gar nicht so ungefährlich, vor allem auf der Piste. Da kann man noch so gut fahren, es braucht nur ein anderer Schuld sein für einen Zusammenstoß. Da ich doch nur den einen Kopf habe, trage ich deshalb immer Helm, der schützt nicht nur, sondern hält auch meinen Kopf schön warm. Ich durfte die letzten Wochen den neuen Anon Logan WaveCel Helm testen, der nochmal mehr Sicherheit bieten soll als herkömmliche Helme. Ob das wirklich so ist kann ich selber nicht wirklich bestätigen, da ich glücklicherweise keinen Sturz oder ähnliches hatte. Die Technologie wurde aber über die letzten Jahre intensiv getestet und dürfte wirklich halten was sie verspricht. Der Tragekomfort ist bei diesem Helm aber wirklich top, wobei ich hier mit beiden Helmen die ich besitze sehr zufrieden bin.
Ich bin sehr gerne in den unterschiedlichsten Skigebieten unterwegs, aber das Touren gehen macht mir momentan fast noch mehr Spaß. Es ist wie wandern im Winter, nur dass ich mir das runtergehen spare und mit meinem Snowboard fahren kann. Außerdem hat man so noch mehr das Gefühl man hätte was gemacht und Last but not Least, meine kleine Fellnase kann mich meisten begleiten. Wenn ich mit dem Splitboard unterwegs bin, ist das wie beim Wandern, rein in die Schuhe und die Bindung und einfach losgehen. Hat für mich etwas total Meditatives und ich kann dabei einfach unheimlich gut abschalten und runterkommen. Wie ich damit begonnen habe? Einfach probiert und lieben gelernt. Natürlich ist es auch hier von Vorteil, wenn man mit jemanden unterwegs ist der Erfahrung hat und sich auskennt. Doch es gibt vor allem für Anfänger unheimlich viele Einstieger-Touren. Auch hier muss man einfach nur das Internet ein bisschen durchsuchen. Meine Touren plane ich meistens nicht selber bzw. alleine, da ich meisten mit meinem Freund unterwegs bin, der immer gute Ideen hat. Sonst nutze ich aber auch gerne Bergfex oder einfach das Internet.
Auch beim Touren gehen gilt wie schon oben, Layers for the Win. Denn man weiß nie wie kalt es am Gipfel tatsächlich ist. Ich für meinen Teil unterschätze das gerne, denn beim Raufgehen komme ich ziemlich schnell ins Schwitzen und ziehe fast alles aus und oben windet es dann und ich pack alles wieder aus und bin dankbar dass ich so viel eingesteckt habe.
Kleidung, Protektoren, Accessoires
Base Layer (=Skiunterwäsche) Hier habe ich zwei Garnituren mit denen ich sehr zufrieden bin.
Jacke & Hose : Auch hier sind die AK Produkte meine Nummer 1. Beim Tourengehen greife ich gerne zu einer dünneren Jacke und packe dafür die eine oder andere Schicht mehr ein.
Bergjause
Fäustlinge
Snowboardjacke (habe ich meistens erst beim runterfahren an)
Sonnenbrille
Tee
Ersatz-Fleece
Haube
Wasser & Snacks für Tobi
Tobi mit Dabei
Neben meiner Ausrüstung kamen die meisten Fragen natürlich dazu wie ich das mit Tobi mache wenn ich unterwegs bin. Der kleine Mann begleitet mich nämlich so gut wie auf jede Tour. Jedes Mal denke ich mir, ach heute tue ich mir den Stress nicht an und gönne Tobi einen Off-Day und dann schaut er mich mit seinen großen Augen an, weil er ganz genau weiß was ich vorhabe und dann packe ich ihn doch immer wieder ein. Er liebt den Schnee einfach total und manchmal glaube ich ja, er ist im falschen Körper geborgen. Sobald er mein Splitboard sieht rastet er sofort aus und hört erst auf zu Bellen wenn wir losmarschieren und er Spannung auf der Leine hat. Also gleich zu Beginn gesagt, Splitboard-Touren mit Tobi bedeuten für uns immer ein bisschen mehr Stress und Aufwand, denn der kleine Kerl weiß nie wann genug ist und man muss ihn immer bremsen. Von selbst würde er sonst wohl nie Pausen machen.
Wir sind hier also selber noch am Üben und ausprobieren, aber ich muss gestehen, auch wenn es anfangs oft mühsam ist, wenn ich den kleinen glücklichen Hund vor mir sehe, weiß ich dass es die richtige Entscheidung war ihn mitzunehmen. Da Tobi doch sehr kurze Beine hat und er ein kleiner Kamikaze-Hund ist, muss er beim Runterfahren immer in den Rucksack. Mit Ski ist das ganze natürlich einfacher und es ist leichter, dass der Hund einfach mitläuft, also mit dem Snowboard. Da ich Tobi da aber sowieso nicht überfordern möchte, habe ich ihn einfach an den Rucksack gewöhnt. Wie ich das geschafft habe, kann ich euch leider nicht sagen, denn er ist da recht unkompliziert. Wichtig ist aber glaub ich, dass man es vorher schon mal ausprobiert, damit er einfach weiß was ihm erwartet. Auch bei uns ist es oft so, dass es zuhause super klappt und am Berg dauert es 3x so lange bis wir Tobi im Rucksack haben. Ich habe hier keinen speziellen Rucksack, sondern setze die kleine Fellnase einfach in meinen Tourenrucksack, der sich dafür eigentlich ganz gut macht. Meistens ist es so, dass ich dann den Inhalt zu meinen Freund verlagere, damit Tobi auch genug Platz hat. Damit er auch sicher im Rucksack sitzt befestige ich ihn mit einem Karabiner und zusätzlich mache ich die Leine an mir fest.
Auch hier kann ich sagen, dass wir noch am Üben sind und noch nicht ganz rausgefunden haben wie wir Tobi am Besten beruhigen, denn sobald man sich in Bewegung setzt, beginnt er zu schreien. Nicht weil er Angst hat, sondern weil er einfach lieber laufen möchte. Beim runterfahren, bin ich auch sehr vorsichtig und versuche keinen Sturz zu riskieren um Tobi nicht zu gefährden. Bis jetzt hat das auch ganz gut geklappt. Die letzten Meter darf er dann meistens noch selber laufen.
Doch was muss man beachten bzw. was sollte man dabei haben?
Achtung ich bin keine Hundetrainerin oder Expertin, sondern spreche hier nur von meinen Erfahrungen.
Zuerst ist wichtig, dass du deinen Hund richtig einschätzen kannst. Ist er fit genug, traust du ihm das zu ?
Beginne mit leichten nicht zu anspruchsvollen Touren – Ich für meinen Teil nehme Tobi echt nur mit, wenn ich weiß wir machen eine gemütliche Tour, wo es auch einen normalen Weg (oder Piste) gibt zum runterfahren.
Abschließend kann ich hier nur sagen, dass es für mich einfach das Schönste ist, wenn ich meinen kleinen Vierbeiner immer mit dabei habe. Man sollte aber auch hier immer mit ein bisschen Vorsicht rangehen und den Hund nicht überfordern und ihm genügend Pausen zwischendurch gönnen.
“Hey hast du nicht Lust nächste Woche mit mir einen 3000 zu besteigen?” Als Sabrina mir diese Nachricht schickte, habe ich mich im ersten Moment nur gefragt, ob die wirklich an mich gerichtet war. Ich bin noch nie eine Hochgebirgstour gegangen, wusste nicht was genau mich erwartet geschweige denn ob ich fit genug bin und was man dafür alles braucht. “Ach, das schaffst du doch locker, du bist ja fit!, war ihre Antwort und bevor ich zu viel darüber nachdenken konnte, habe ich einfach zugesagt. Eine Woche später stand ich dann mit einem fetten Grinser im Gesicht da, am Großvenediger, dem höchsten Berg Salzburgs – Mein erster 3000er.
Doch fangen wir ganz von vorne an, denn zu Beginn war eigentlich gar nicht der Großvenediger geplant und am besagten Morgen war ich mir auf Grund des schlechten Wetters nicht einmal sicher, ob wir überhaupt irgendeinen Gipfel besteigen werden. Natürlich waren wir nicht alleine auf Mission 3000er, sondern mit Bergführer Hannes vom Nationalpark Hohe Tauern und Michi & Lukas, die das ganze mit der Kamera begleitet haben, unterwegs. Die Tage vor unserer Tour hat es ziemlich viel geregnet und wir dachten schon fast, dass unsere Tour wortwörtlich ins Wasser fallen wird, doch unser Team war sehr optimistisch. Also haben Sabrina und ich uns, etwas skeptisch muss man ehrlich gestehen, auf den Weg Richtung Nationalpark Hohe Tauern gemacht. Und da siehe her, wir hatten ziemliches Glück, denn an diesem einen Tag blieb es mehr oder weniger trocken.
Also hieß es am Nachmittag hinein in die Wanderschuhe und die erste Etappe (Wanderweg oder Klettersteig A/B Richtung Kürsingerhütte) meistern, bevor die Sonne unterging. Wir haben den Aufstieg über den Klettersteig gewählt und die Route war wirklich unheimlich schön. Ich finde der Nationalpark Hohe Tauern hat einfach einen ganz besonderen Flair und etwas total Magisches. Ich bin jedes Mal aufs Neue sprachlos, wenn ich diese wunderschöne Landschaft sehe. Bei uns war es doch relativ zugezogen, aber irgendwie hat es diese Wanderung nochmal mystischer gemacht. In ca. 2 Stunden hatten wir unser Tagesziel, die Kürsingerhütte, erreicht. Hier gab es dann erstmal ein großes Grantenwasser, Abendessen und der nächste Morgen wurde besprochen. Eigentlich war ja ein anderer Gipfel geplant, aber als wir dann da so zusammensaßen beim Abendessen, meinte Michi nur, “Na wenns schon mal da seids dann müsst ma eigentlich schon auf den Großvenediger gehen.” Sabrina und ich haben uns nur kurz angesehen und wussten in dem Moment beide das es für uns nur eine einzige richtige Antwort darauf gab.
Gut gestärkt hieß es dann für uns relativ früh ab ins Bett, denn wir hatten am nächsten Morgen doch noch über 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Meine Nacht war eher kurz, denn ich habe mir Sabrinas Tipp zu Herzen genommen und versucht pro 1000 Höhenmeter 1 Liter Wasser zu trinken. Natürlich ist es von Mensch zu Mensch unterschiedlich was die Menge der Flüssigkeit betrifft, aber da ich noch nie so hoch oben war, dachte ich mir, es kann nicht schaden etwas mehr zu trinken. Vor allem weil ich normal ein sehr trinkfauler Mensch bin und ich doch nicht wusste, was die Höhe mit mir macht. Tja, ihr könnt euch deshalb sicher auch vorstellen, dass ich in der Nacht nicht nur einmal aufs Klo gelaufen bin. Dazwischen habe ich immer mal wieder einen Schluck Wasser genommen und als der Wecker dann um 4:40 Uhr ging, wollte ich es im ersten Moment gar nicht so wirklich wahrhaben.
Nach einem schnellen Frühstück haben wir auch schon unsere sieben Sachen gepackt und Etappe 2, den Gipfel des Großvenedigers gestartet. Ich muss gestehen, ich habe an diesem Tag komplett mein Zeitgefühl verloren und wenn ich meine Uhr nicht gestartet hätte, wüsste ich nicht wie lange wir eigentlich unterwegs waren. Zu Beginn sind wir gewappnet mit Stirnlampen einen felsigen Weg (bergab wie sich später herausstellte) Richtung Gletscher gegangen. Ich fand es unheimlich spannend so im Dunklen zu gehen, weil man ja nicht wirklich weiß wie die Umgebung rundherum aussieht. Also Überraschungsmoment inklusive – Fast wie wenn man auf Urlaub fährt und in der Nacht ankommt und auf den nächsten Morgen wartet. Mir ist dieser Teil eigentlich relativ kurz vorgekommen, aber wenn man so im Dunklen geht, verliert man schnell ein Gefühl für die Zeit, finde ich. Am unteren Ende des Gletschers angekommen, war es dann auch schon heller und so wurden die nächste Vorkehrungen getroffen und zwar die Steigeisen (haben wir uns in der Hütte ausgeliehen) angelegt und dann ging es in einer Seilschaft auch schon weiter. Zeitgleich mit uns ist auch eine ganze Bundesheertruppe aufgestiegen und irgendwie hat das dieser Tour nochmal mehr Abenteuer-Feeling verliehen. Die Jungs haben uns aber ziemlich schnell abgehängt und so hatten wir den “Weg”, der ja kein wirklicher ist wieder für uns.
Es ging also über mehrere Gletscherspalten rauf Richtung Gipfel und wir wurden hier sogar mit ein wenig Sonne belohnt. Ich muss sagen, ich war sehr dankbar, dass uns Hannes hier begleitete, denn ohne Erfahrung und wirklich Know How ist diese Tour auf jeden Fall nich zu empfehlen und kann auch gefährlich werden. Der Aufstieg war mit ca. 5 Stunden relativ lang, aber nicht besonders schwierig. Also auf jeden Fall machbar und ein guter Hochtouren-Einstieg. Ich habe nach ca. 4 Stunden kurz mal die Höhe gespürt, aber mein Körper hat sich relativ schnell daran gewöhnt. Das letzte Stück der Tour fand ich persönlich, auch wenn wir hier kurz kaum Sicht hatten, am Coolsten, denn die letzten Meter ging man über einen Schneegrat zum Gipfel. Ja und da stand ich also auf 3662 Meter, am Gipfel des Großvenedigers. Es war wirklich ein ganz tolles Gefühl da oben zu stehen und ich habe mein Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht – Das ist er also mein erster 3000er. Auch das Wetterglück war mehr oder weniger auf unserer Seite. Es war zwar kalt und hat immer zwischen Sicht und keiner Sicht gewechselt, aber wir konnten zumindest ganz kurz den Ausblick genießen.
Nach ein paar Gipfelfotos ging es den selben Weg auch wieder Richtung Kürsinger Hütte runter. Nachdem wir doch schon eine ganz schöne Weile unterwegs waren, hatte es der Abstieg dann nochmal in sich. Bergabgehen mit Steigeisen ist ganz schön mühsam musste ich feststellen und an dieser Stelle hätte ich mir ein bisschen mehr Schnee und mein Snowboard gewünscht. Ja und als wir dann den Gletscher wieder hinter uns gelassen hatten, kam der anstrengende Part, denn das felsige Stück, das wir in der Früh im Dunklen gegangen sind, stellte sich als doch etwas länger heraus. Ja und was sich in der Früh wie gerade gehen angefühlt hat, war doch eher Bergab und so mussten wir dann noch ein paar Höhenmeter nach oben, anstatt nur nach unten gehen. Sabrina und ich habe uns mit Steine sammeln abgelenkt. In der Kürsingerhütte haben wir dann nochmal eine kurze Pause gemacht, bevor wir den letzten Teil angetreten sind. Hier hat dann das Wetter in bisschen umgeschlagen und die letzten Meter sind wir im Nieselregen abgestiegen. Nach knapp 9 Stunden und 15,5km waren wir komplett erledigt, aber Happy wieder retour beim Auto.
Mein erster 3000er war echt ein ganz ganz tolles Erlebnis und ich hätte mir für diese Hochtour keine bessere Begleitung wünschen können. Wir haben viel gelacht und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Kurz danach war ich wirklich so motiviert, dass ich mir schön überlegt habe, wo ich als nächstes raufgehen könnte. Es ist wirklich ein unbeschreiblich tolles Gefühl da oben zu stehen. In nur 24 Stunden sind wir knapp 11 Stunden marschiert, haben fast 20km und 1800 Höhenmeter zurückgelegt. Ja da war ich dann schon ein bisschen stolz auf mich. Da sieht man erst was man alles schafft wenn man sich mehr zutraut, denn oft ist man zu viel mehr fähig als man denkt. Ja und so habe ich in diesem verrückten Jahr doch echt meinen ersten 3000er bestiegen obwohl es gar nicht geplant war.
Was war die Starthöhe, wo startet die Tour und war es schwer wegen der Höhe? Man startet von der Talstation der Materialseilbahn der Kürsingerhütte. Hierhin kommt man am besten mit dem Taxi, denn zu Fuss wäre das nochmal ein ganz schönes Stücken. Die Materialseilbahn liegt ca. auf 1900 hm und bis zum Gipfel sind es dann nochmal 1800 HM die man zurücklegt und insgesamt rund 20km rauf und runter. Bzgl. Höhe muss ich sagen, hatte ich hier Gott sei Dank gar keine Probleme und kann da auch nicht so viel dazu sagen. Es kann natürlich auch sein, dass ich auf Grund der Höhe so schlecht geschlafen habe, aber ich befürchte das lag eher an der Aufregung und an dem vielen Wasser. Während der Hochtour habe ich die Höhe ganz kurz gespürt, kann das Gefühl aber jetzt gar nicht mehr so genau wiedergeben. Mein Körper hat sich aber recht schnell daran gewöhnt.
Wo habt ihr geschlafen?
Geschlafen haben wir in der Kürsingerhütte, der ich wirklich 9 von 10 Punkten geben würde und das obwohl ich eine wirklich kurze Nacht hatte, doch dafür können die ja nichts. Die Hütte ist wirklich sehr zu empfehlen und ich hab mich dort sofort wohl gefühlt. Sehr gemütlich, unglaublich gastfreundlich, tolle gemütliche Zimmer (Wir hatten ein Doppelzimmer, die sind aber begrenzt. Sonst gibt es auch Matratzenlager), Badezimmer mit Dusche (die wir nicht genutzt haben) und sie hatten richtig leckeres veganes Essen, so gutes Gemüsegröstl). Einziger Nachteil (deshalb nur 9 von 10), beim Frühstück gab es keine veganen Optionen, aber wir hatten Gott sei Dank vorgesorgt und Aufstriche dabei. Ja und mein absolutes Highlight, neben dem Gemüsegröstl war Grantenwasser, das ich dort Literweise getrunken habe.
Was hast du als Vorbereitung (körperlich & mental) gemacht? Um ehrlich zu sein, gar nichts, weil es eine sehr spontane Aktion war. Was in dem Fall sicher gar nicht so schlecht war, denn so konnte ich mir im vorhinein nicht zu viele Gedanken machen und habe mich einfach auf dieses Abenteuer eingelassen. Was ich hier aber unbedingt erwähnen möchte ist, der Großvenediger ist kein kleiner Spaziergang den man mal schnell so macht und man sollte hier auf alle Fälle Hochtouren-Erfahrung mitbringen, Oder wie in unserem Fall mit einem erfahrenen Bergführer unterwegs sein. Ich hatte vor dieser Hochtour nicht einmal eine Ahnung was ich alles benötige und war sehr dankbar, dass Sabrina mich da ein bisschen an die Hand genommen und ein bisschen vorbereitet hat. Der Großvenediger gilt als sehr guter Hochtouren-Einstieg, da die Tour selber echt nicht schwer ist. Für mich war es zwar anstrengend und ich hatte danach einen ziemlichen Muskelkater, aber ich bin in diesen 24 Stunde nicht einmal an meine Grenzen gestossen oder hatte das Gefühl, ich schaff das nicht. Mein Vorteil war sicher, dass ich im vergangenen Jahr sehr viel Zeit in den Bergen verbracht habe und zu diesem Zeitpunkt sehr fit war und eine gute Kondition hatte. Ich würde behaupten, wenn man halbwegs fit ist und Wandern kein Fremdwort ist, kann man diese Hochtour auf jeden Fall schaffen. Doch wie gesagt auf jeden Fall mit Bergführer, denn eine Hochtour kann man nicht mit normalen Wandern vergleichen.
Welche Ausrüstung hattest du dabei? Da wir mit Bergführer unterwegs waren, musste ich mir hier um Dinge wie Seil, Karabiner und Steigeisen keine Gedanken machen und nur meinen Rucksack packen. Wobei ich auch hier zu Beginn ein wenig überfordert war, aber wenn man eine Freundin wie Sabrina hat, ist auch das gar kein Problem. So habe ich ihre sehr gut durchdachte Packliste bekommen und diese noch ein bisschen für mich angepasst. Denn an Stöcke Sonnencreme und Handschuhe, hätte ich im ersten Moment nicht gedacht. Ich bin auch am Tag vorher nochmal losgezogen und habe mir eine wasserdichte Hose, die wirklich jeden Cent wert war, gekauft.
Die Frage nach welche Kleidung ziehst du zum Wandern an kommt relativ oft und ich werde demnächst mal einen ausführlichen Beitrag dazu verfassen, was ich euch aber heute schon verraten kann, nichts geht über den Zwiebellook. Bei Wanderkleidung setze ich sehr gerne auf Lagen, denn mir wird sehr schnell heißt und so habe ich lieber mehr Schichten dabei die ich je nach Wetter aus oder anziehen kann. Für mich persönlich am wichtigsten waren auf jeden Fall wasserdichten Wanderschuhe, die Hardshelljacke, die Wasserdichte Hose und die Handschuhe. Für die Hütte selber habe ich versucht sehr minimalistisch zu packen, denn man darf nicht vergessen, man muss alles auch selber rauf tragen. So habe ich die Leggings in der ich raufgegangen bin auch zum Schlafen angelassen und nur das Shirt oben gewechselt. Normalerweise hätte ich anstatt Hausschuhe warme Socken eingepackt, aber in dem Fall habe ich mich dann doch für die Birkenstock entschieden und war sehr dankbar. Beim Rucksack habe ich mich für den Deuter Futura SL mit 28 Liter entschieden, was zwar vom Platz her ne Challenge aber machbar war. Ich habe euch hier die Packliste noch angehängt und meine jeweilige Wahl dazugeschrieben.
Mein erster 3000er Packliste:
Rucksack -Deuter Futura SL 28L
hohe wasserdichte Wanderschuhe – Dachstein Super Ferrata GTX
Sport-BH
Tights (als unterste Schicht und zum schlafen) – the North Face
1 Langarm Funktionshirt
2 kurzarm Funktionsshirts
wasserdichte Hose – Haglöfs
Fleecejacke – Mammut
Hardshelljacke – Mammut
dünne Daune – Patagonia (habe ich nicht gebraucht)
Die Wandersaison ist hiermit offiziell eröffnet. Ok eigentlich habe ich die erste Wanderung bereits Mitte Februar gemacht, doch die letzten Wochen habe ich dann doch eher zuhause als auf den Bergen verbracht. Jetzt wo aber ein bisschen Zeit vergangen ist und wir die Kapazitäten in den Krankenhäusern nicht ausgeschöpft haben und auch das Wetter weiterhin mitspielt, höre ich die Berge regelrecht nach mir schreien. Ich erstelle bereits eine Liste an Bergen, die ich dieses Jahr unbedingt besteigen möchte – ganz oben der Untersberg. Mal schauen wann der letzte Schnee endlich schmilzt und ich diesen Berg in Angriff nehmen kann. Diesen Anlass möchte ich auch gleich nutzen und meine Beitrags-Reihe wieder zum Leben erwecken und die noch ausständigen Wanderungen hier auf dem Blog mit euch teilen. Den Start macht gleich der Nockstein, auf dem ich dieses Jahr bereits zweimal war. Ich mag diese Wanderung unheimlich gerne, weil man von Salzburg Stadt schnell dort ist und in 45 Minuten den Gipfel erreicht hat. Also die perfekte Wanderung für einen Sonnenauf- oder untergang, oder wenn man sich nach einem Arbeitstag noch schnell die Beine vertreten möchte. Außerdem ist es eine Wanderung, die man sowohl mit Hund als auch Kind machen kann. Auf dem Nockstein rauf gibt es meines Wissens mehrere Wege und wer mit Kind auf den Nockstein möchte, dem würde ich raten den kürzeren Weg ausgehend von der Nocksteinstrasse 75 zu nehmen. Ich persönlich gehe am Liebsten von der anderen Seite vom Gasthof Riedl weg, weil der Weg ein bisschen steiler ist und er mir persönlich einfach besser gefällt. Kleiner Tipp, wer die Möglichkeit hat sollte eher unter der Woche raufgehen, das es doch eine sehr beliebte und eben nicht so anspruchsvolle Wanderung ist und am Gipfel dann doch immer ein bisschen etwas los ist.
Der Ausgang der Wanderung ist beim Gasthof Riedl. Gleich danach befindet sich ein öffentlicher Parkplatz wo man ohne Probleme stehen bleiben kann. Achtung am Wochenende kann es hier auch schon mal schnell voll werden. Die Wanderung ist sehr gut beschildert, man kann sich hier also eigentlich nicht wirklich verlaufen. Ab dem Parkplatz geht es links in den Wald, das erste Stück ist zwar ein bisschen steiler aber doch sehr gemütlich und auch dieser Weg ist mit Kindern und Hund sehr gut machbar. Man geht die meiste Zeit eigentlich durch den Wald. Trotzdem ist die Route sehr abwechslungsreich und wirklich schön zu gehen. Man geht kurz auch ein kleines Stück wieder bergab und dann wieder bergauf bis man den Wald verlässt und das erste Mal einen schönen Blick auf Salzburg hat. Hier geht es dann rechts ein kurzer Stück ein bisschen anspruchsvoller weiter. Man kann hier entweder gerade über die Felsen zum Gipfel klettern, oder man folgt dem Weg rechts zum Gipfel. Zweiterer dauert ein paar Minuten länger ist aber auf jeden Fall der einfachere Weg. Nach ca. 45 Minuten hat man das Gipfelkreuz erreicht und kann einen schönen Blick über die Stadt, den Gaisberg und die Umgebung genießen. Wer übrigens nach dieser kurzen Wanderung noch nicht genug hat, kann auch noch auf den Gaisberg weitergehen- steht bei mir auch noch auf der Liste.
Immer und immer wieder bekomme ich Fragen zum Thema Wanderschuhe. Hey Nina, was für Schuhe kannst du zum wandern empfehlen? Mit welchen Wanderschuhen gehst du auf den Berg? Und würdest du eher niedrige oder hohe Schuhe empfehlen? Fragen über Fragen und deshalb habe ich mir gedacht ich fasse alles in einem Blogpost zusammen. Ich muss ja gestehen, dass ich mich nicht nur für einen Wanderschuh entscheiden könnte, denn für unterschiedliche Touren bedarf es auch unterschiedliche Schuhe. Mittlerweile würde ich zwar behaupten ich habe so meinen Allround-Wanderschuh, der einfach immer passt, gefunden. Trotzdem wechsle ich je nach Wetter und Tour gerne zwischen unterschiedlichen Modellen. Seit einigen Monaten teste ich jetzt schon die Wanderschuhe von Dachstein und bin wirklich super zufrieden mit jedem einzelnen Schuh, den ich bis jetzt bei meinen Wanderungen an hatte.
Dachstein das Unternehmen
Da Dachstein Schuhe den Sitz in Salzburg hat, konnte ich vor kurzem einen Blick hinter die Kulissen werfen und mehr über diese österreichische Marke erfahren. Außerdem durfte ich bereits die Kollektionen für das nächste Jahr bewundern und hab den einen oder anderen Schuh bereits auf meine Wunschliste gesetzt – da sind ein paar ganz tolle Modelle dabei kann ich euch sagen. Ein kleines unglaublich motivierendes Team begrüßte mich, zeigte mir die Räumlichkeiten, die neue Kollektionen und brachte mir das Unternehmen näher. Dachstein Schuhe gibt es schon ziemlich lange. Ich persönlich wusste zum Beispiel nicht, dass sie neben Wanderschuhen früher auch Skischuhe produzierten. Mittlerweile hat sich Dachstein auf den Outdoor- und Urban Bereich fokussiert und es gibt keinen Schuh ohne Funktion. Christoph der hauseigene Designer, der übrigens schon gemeinsam mit Lena Hoschek für Dachstein eine Kollektion herausgebracht hatte, gab mir auch einen Einblick in die Entstehung einer Kollektion. Es war wirklich spannend zu erfahren wie so ein Dachstein Schuh vom Moodboard zur Skizze bis zum ersten Prototypen entsteht. Bis zu 2 Jahre dauert es bis ein Schuh dann auch wirklich auf den Markt und zum Einsatz kommt.
Super Ferrata LC LTH Women
Als ich vor ein paar Jahren mit dem Wandern begonnen habe, war für mich klar ich brauche niedrige Trekking Schuhe. Denn die sehen einfach cooler aus und sind mit Sicherheit auch bequemer. Mittlerweile hat sich hier meine Meinung zwar ein bisschen geändert, aber ich trage trotzdem noch gerne niedrige Schuhe. Vor allem in den warmen Monaten greife ich eigentlich fast immer zu niedrigen Trekking Schuhen. Der Super Ferratta Low Cut ist zwar erst vor kurzem bei mir eingezogen, aber ein wirklich toller Schuh. Er ist sowohl für normale Wanderungen als auch für Klettersteige geeignet und das Profil ist wirklich super. Man hat einen unglaublich tollen Halt, auch wenn es mal rutschig ist. Besonders gut gefällt mir der schmale Schnitt bei diesem Schuh, auch die Passform ist wirklich toll. Beim ersten Mal hat er zwar bei einem Knöchel ein bisschen gedrückt bzw. gerieben, aber Wanderschuhe brauchen manchmal einfach ein bisschen bis sie perfekt sitzen. Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass es auf die Form des eigenen Fußes ankommt wie ein Schuh sitzt, deshalb vorher immer probieren. Dieser Schuh wird mich auf jeden Fall durch den nächsten Frühling bzw. Sommer, wenn es wieder wärmer wird, begleiten. Ich hatte ihn letzte Woche noch am Nockstein in Salzburg an. Also ist er auch für den Herbst noch gut geeignet, wenn es einem nicht stört, dass die Knöcheln im Freien sind. Ich persönlich mag das ja eigentlich sehr gerne. Mein Modell hat Leder als Innenfutter, aber er ist auch mit GORE-TEX erhältlich. Diesen Schuh trage ich übrigens eine Nummer größer – wobei ich persönlich das bei Wanderschuhen immer empfehlen würde, den Schuh ein bisschen größer zu nehmen damit man auch beim Bergabgehen nicht gleich vorne mit den Zehen ansteht.
Ramsau 2.0 LTH Women
Der Ramsau 2.0 ist der Klassiker unter den Wanderschuhen und mir gefällt vor allem der “Retro-Look” mit den knalligen Schnürsenkeln besonders gut. Er erinnert einfach an einen Wanderschuh von früher, aber mit neuester Technologie. Der Schuh sitzt wirklich sehr gut und man hat einen super Halt darin. Zu Beginn habe ich zwar immer niedrige Schuhe bevorzugt muss aber sagen, dass ich mittlerweile auch hohe Wanderschuhe sehr gerne trage. Man hat halt noch mehr Halt darin und der Knöchel ist gestützt und man knickt somit nicht so schnell um. Dieser hochwertige Wanderschuh ist der perfekte Begleiter für normale Wanderungen. Egal ob es nur eine kurze knackige oder eine Tagestour ist. Der Schuh hat ein komplettes Lederinnenfutter, was zur klimaregulierung beiträgt. Auch dieses Modell gibt es mit GORE-TEX Membran. Da er breiter geschnitten ist, reicht es hier wenn man eine halbe Nummer größer nimmt.
Super Ferrata MC GTX Women
Mein absoluter Favorit unter den Wanderschuhen ist momentan der Super Ferrata MC GTX. Es handelt sich hier um die hohe Version des ersten Modells (nur das Innenfutter ist hier anders) das ich euch vorgestellt habe. Er sitzt einfach unglaublich perfekt und ich war wirklich schon beim ersten Mal tragen begeistert. Normalerweise sagt man ja, Wanderschuhe brauchen einfach ein bisschen bis sie gut sitzen und es kann vorkommen, dass sie zu Beginn ein bisschen drücken. Es kann natürlich auch an meinem Fuss liegen, aber bei diesem Schuh war das nicht der Fall und er hat von Beginn an perfekt gepasst. Was auch Glück war, denn ihr müsst wissen, ich habe ihn das erste Mal angezogen als es auf den Schafberg ging und das ist doch eine etwas anspruchsvollere, längere Wanderung. An diesem Tag wollte ich es einfach wissen und konnte es einfach nicht erwarten diesen Schuh zu testen. Er hat nicht einmal an irgendeiner Stelle gedrückt und ist wirklich super bequem. Da der Super Ferrata ja auch für Klettersteige geeignet ist, musste ich das natürlich gleich testen und bin vor ein paar Wochen auf die Drachenwand damit. Auch nach dieser Tour war ich immer noch schwer begeistert, denn der Halt ist wirklich super und irgendwie hat es mir so gleich noch mehr Spaß gemacht. Wenn man weiß, man hat einen Schuh an der wirklich Halt gibt, fühlt man sich einfach viel sicherer. Der Schuh ist übrigens mit der Gore-Tex Membrane ausgestattet, die den Schuh nicht nur atmungsaktiv sondern auch wasserdicht macht.
Wie schon am Beginn gesagt entscheide ich mich nur ungern für einen Schuh, weil ich einfach gerne je nach Tour und Wetter variiere, aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann würde ich wahrscheinlich diesen Schuh wählen. Denn er sitzt gut, hat eine schmale Form und ist einfach ein Allrounder. Der Super Ferrata MC GTX hat mir hohe Wanderschuhe schmackhafter gemacht und ich werde ab jetzt sicher öfters zu der höheren Variante greifen. Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass ich nicht nur ein gutes paar Wanderschuhe zuhause habe und nach Lust und Laune wechseln kann.
Diese wirklich schöne Wanderung bei Hallein habe ich mittlerweile schon zwei Mal gemacht und deshalb wird es jetzt auch Zeit, dass ich meine Erfahrungen und natürlich auch die Bilder dazu mit euch teile. Lustigerweise habe ich beide Male relativ spontan beschlossen auf den großen Barmstein zu gehen. Ich hatte viel um die Ohren und brauchte einfach eine Pause, ja und meiner Meinung nach gibt es nichts besseres als einen Ausflug in die Natur zu machen. Der große Barmstein eignet sich für solche “Pausen” eigentlich perfekt, denn die Wanderung dauert nicht all zu lang, ist zwar kein Spaziergang aber nicht zu anstrengend und von Salzburg aus schnell zu erreichen. So kann diese Wanderung auch mal vor, nach der Arbeit, oder mal zwischendurch eingeschoben werden und der Ausblick fasziniert mich jedes Mal aufs Neue.
Schwierigkeit
Mittel
Dauer (An- und Abstieg)
ca. 1: 30
Höhenmeter:
322 hm
Distanz:
3,2 km
Hundetauglich
Ja
Ausgangspunkt:
Hofbräu Kaltenhausen
Hütte:
Nein, oben nicht
meine bergfex Tour
november 2018 & Juli 2019
Die Wanderung startet beim Hofbräu in Kaltenhausen, wo ich auch beide Male ohne Probleme mein Auto am Parklatz abgestellt habe. Ob es wirklich erlaubt, bzw. gern gesehen ist, weiß ich leider nicht genau. Unter der Woche ist es wahrscheinlich weniger ein Problem als am Wochenende, aber am besten einfach nachfragen wenn ihr euch nicht sicher seid. Die Wanderung startet hinter dem Hauptgebäude, man kann sie eigentlich nicht übersehen. Die erste Hälfte führt durch einen Wald und ist wirklich wunderschön. Nach ca. 5 Minuten überquert man einen Forstweg und folgt dem kleinen etwas versteckten Weg in den Wald hinein, wo man dem Weg ca. 15 Minuten bis zu einer Gabelung folgt. Da die Wanderung gleich mit einem Anstieg beginnt, finde ich persönlich, dass es schon eher eine anstrengend Wanderung ist. Der Körper gewöhnt sich aber sehr schnell daran und dann ging es bei mir eigentlich recht flott voran. Achtung aber beim Gehen, es war bei mir beide Male teilweise sehr rutschig. Nachdem man dem Weg durch den Wald über Wurzelwerk, einem kleinen Bach und viele Steine gefolgt ist, erreicht man eine kleine Lichtung wo sich der Weg teilt. Hier bin ich nach links Richtung “großer Barmstein” weitergegangen. Es ist wirklich eine wunderschöne Kulisse und man hat das Gefühl man befindet sich in einem verzauberten Märchenwald. Das letzte Stück der Wanderung ist dann nochmal ein bisschen anspruchsvoller und steiler. Hier sollte man schon trittfest und schwindelfrei sein, denn der Weg ist zu Beginn auch mit Stahlseilen gesichert und man muss auch ein bisschen Klettern. Tobi hat den Weg aber ohne Hilfe bestens gemeistert, also kann man den vierbeinigen Freund auch ohne Probleme mitnehmen, wenn es nicht gerade seine erste Wanderung ist. Oben angekommen wird man mit einer tollen Aussicht über Hallein belohnt. Ja und wer noch einen wunderschöne Blick auf den kleinen Barmstein haben möchte, sollte unbedingt die letzten Meter noch weitergehen. Einfach am Gipfelkreuz vorbei und dem kleinen Weg folgen – es zahlt sich wirklich aus und dauert keine 2 Minuten. Nach einer kleine Pause bin ich dann den selben Weg wieder retour gegangen. Eine wirklich nette und nicht zu lange Wanderung, die man auch mal schnell einschieben kann, denn in ca. 1,5 bis 2 Stunden ist man oben und wieder unten. Ja und wer noch nicht genug hat, kann am Rückweg noch Richtung kleinen Barmstein abbiegen. Der Anstieg dauert laut Wegbeschreibung ca. 15 Minuten. Selber war ich aber noch nicht oben. Da ich aber erfahren habe, dass es noch eine andere Tour auf den großen Barmstein über eine Ruine gibt, werde ich auf jeden Fall bald mal wieder spontan dort halten.
Vor einer Woche war es soweit, die Wandersaison 2019 wurde endlich eröffnet. Ich hatte schon ziemlich lange Hummeln im Allerwertesten, doch irgendwie ging es sich bis jetzt einfach nicht aus. Da ich mir auch für dieses Jahr vorgenommen habe, viel Zeit in der Natur zu verbringen und die eine oder andere Wanderung zu starten, wurde es Zeit die Pause zu beenden. Also habe ich die liebe Sophie und den Tobi geschnappt, den Rucksack gepackt und schon ging es los. Eigentlich war ich ziemlich motiviert und wollte gleich eine Tour mit gut Höhenmeter machen, doch dann hat der Verstand gesiegt. Man muss es ja nicht gleich übertreiben und wieso nicht einfach eher etwas gemütliches zum Einstieg machen. Lang haben wir hin und her überlegt und dann beschlossen einfach Richtung Seebenstein zu fahren und die Runde zum Türkensturz und zur Burg Seebenstein zu machen. Jetzt da ich gerade so im GOT Fieber bin, dachte ich mir wäre das ganz passend. Es ist wirklich eine super gemütliche und sehr leichte Wanderung. Wir haben am Weg auch einige Familien getroffen und es gibt eigentlich keine Stellen die wirklich Anspruchsvoll ist. Wir waren an einem sonnigen Feiertag unterwegs und ich muss sagen ich war überrascht über die Anzahl der Menschen die wir getroffen. Ja es war schon einiges los, aber da diese Route doch sehr beliebt ist, hätte ich gedacht dass wir doch mehr Menschen treffen werden. Alleine ist man hier nicht, aber es hält sich in Grenzen und man kann trotzdem noch in Ruhe die Wanderung und die Ruhe genießen. Eine wirklich schöne Tour und der perfekte Start in die neue Saison.
Von Wien ist man in ca. 50 Minuten in Seebenstein was sehr praktisch ist. Wir haben am Parkplatz unterm Parkbad geparkt und sind dann zuerst Richtung Türkensturz gestartet. Die Burg ist nämlich keine 5-10 Minuten vom Parkplatz entfernt und wir wollten uns zuerst bewegen. Also ging es über den neuen Schlossweg und über die Große Reit direkt Richtung Türkensturz. Der Weg ist eigentlich nicht sehr anspruchsvoll und es gibt nur eine leichte Steigung. Zum Türkensturz sind es ca. 50-60 Minuten, wenn man so wie wir ganz gemütlich geht. Die Aussicht bei der Bergruine ist wirklich traumhaft schön und wir haben hier nicht nur eine Pause zum Fotos machen gemacht, sondern auch um einfach nur die Aussicht zu genießen. Man hat einen ganz tollen Blick auf Rax und Schneeberg
Nach unserer Pause sind wir dann den Schildern Richtung Sollgraben gefolgt. Eigentlich waren wir auf der Suche nach einer Schank, weil Sohie unbedingt eine Suppe wollte, aber leider sind wir nicht fündig geworden. Man spaziert erst durch den Wald bis man bei Sollgraben, dann bei einigen Bauernhöfen vorbeikommt. Wenn man hier nach rechts geht soll es auch angeblich eine Mostschenke geben. Wir sind aber nach links abgebogen, haben es uns noch in der Wiese gemütlich gemacht und die Sonne genossen, bevor wir dann den Schildern Richtung Burg gefolgt sind. Auf diesem letzten Abschnitt haben wir die meisten Menschen getroffen und wir hatten das Gefühl, die meisten gehen die Runde in die andere Richtung. Zum Schluss sind wir noch einen Sprung bei der Burg Seebenstein vorbeigegangen, denn wenn man schon mal dort ist muss man hier stoppen. Eine wirklich sehr sehr schöne Burg und eines weiß ich beim nächsten Mal werde ich auf jeden die Führung mitmachen. Hier waren wir auch schon wieder fast am Ende unserer Wanderung angelangt, denn der Parkplatz ist dann nur noch ein ganz kurzer Fussmarsch.
Die Runde zum Türkensturz und zur Burg Seebenstein ist wirklich für groß und klein geeignet. Nicht anstrengend und genau das richtige, wenn man sich ganz gemütlich ein bisschen bewegen und nicht zu lange unterwegs sein möchte. Sehr gerne wieder, auch wenn ich mir ein paar mehr Höhenmeter gewünscht hätte.
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