Vor knapp 2 Wochen war ich gemeinsam mit meinem Freund für 3 Tage in London. Ich weiß nicht wieso, aber bis jetzt haben wir es nie in diese tolle Stadt geschafft. Bei einem Gewinnspiel von Fewa habe ich diese Reise gewonnen und möchte mich hiermit nochmal bei allen bedanken die für mich gevotet haben. Es war schon lange ein Wunsch von mir nach London zu reisen. Wir hatten trotz schlimmer Magenverstimmung am letzten Tag eine schöne Zeit in London. Ja ihr habt richtig gelesen, den Sonntag haben wir zu 80% im Hotelzimmer verbracht und uns um das Badezimmer gestritten, aber dazu später noch ein bisschen mehr. Wir sind also am Freitag ganz Zeit in der Früh nach London gedüst. Wir hatten einen zeitigen Flug um 7 Uhr und somit 3 volle Tage. In London angekommen, sind wir gleich mal mit der Ubahn (ist die günstigste Variante mit ca.6 Pfund) zum Hotel gefahren und haben uns ein wenig frisch gemacht bevor Notting Hill und Kensington erkundet wurde. Übernachtet haben wir im Kensington Close Hotel, das wirklich nett ist. Die Zimmer sind zwar winzig klein, aber da man bei einem Städtetrip (normalerweise) nur zum Schlafen dort ist, war es völlig ok. Das Personal war freundlich und das Frühstück sehr vielfältig und lecker. Nur der Late Check-Out, den wir aufgrund der Magenverstimmung in Anspruch nehmen mussten, war ziemlich teuer (60 Euro).
Den ersten Tag wollten wir ganz ruhig angehen, da wir noch ziemlich erledigt vom Flug waren . Also spazierten wir durch Notting Hill und gönnten uns ein kleines Frühstück bei Ottolenghi. Am liebsten hätte ich ja den ganzen Laden leergefuttert, aber das wäre wohl ein bisschen teuer geworden (Die Preise in London sind ja teilweise eine Frechheit). Ich muss ehrlich gestehen Notting Hill und Kenington hat mir persönlich am besten gefallen. Die schönen Backsteinhäuser, viele Bäume, kleine Läden – einfach wunderschön.
Das viele Gehen macht hungrig und deshalb gönnten wir uns einen kleinen Snack im Restaurant von Jamie Oliver (Recipease). Leider gab es dort Probleme in der Küche und so konnten wir keine warmen Speisen bestellen. Da mich sowieso von Anfang an der Lachssalat angelacht hat, war mir das ziemlich egal. Das Personal war echt freundlich und das Essen richtig lecker. Diesen Laden kann ich euch nur empfehlen und wer es eilig hat kann sich im unteren Stock einfach etwas 2-Go mitnehmen. Danach ging es kurz zurück ins Hotel um diese 2 Looks für G-Star zu shooten. Ja auch im Urlaub wird gearbeitet.
Weiter ging es mit der Ubahn Richtung Borough Market. Dieser Markt wurde uns empfohlen und als leidenschaftliche Esser war klar, da müssen wir hin. Wir kosteten uns durch die unterschiedlichen Stände und schlenderten durch die Gassen. Ich habe dort übrigens mal wieder Austern probiert und es waren nicht nur die Größten die ich je gesehen habe, sondern auch die besten. Langsam aber doch komme ich wohl auf den Geschmack. Vollgefressen entschieden wir uns gegen ein Abendessen und spazierten stattdessen Richtung Tower Bridge. Dort gönnten wir uns noch einen Cider, der übrigens viel zu süß war. Kleiner Tipp probiert keine neuen Kreationen wie Passionsfrucht oder Birne, der klassische Cider schmeckt immer noch am besten. Gegen 10 Uhr waren wir dann endlich im Hotel und fielen nach einer heißen Dusche tot ins Bett.
Den zweiten Tag starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Speck und Bohnen durften natürlich auf keinen Fall fehlen. Danach spazierten wir durch den Hyde Park und erschreckten die Schwäne. Leider war das Wetter am zweiten Tag nicht ganz so schön, aber Gott sei Dank waren wir warm eingepackt. Danach ging es weiter auf die Oxford Street. Ich persönlich war etwas überfordert, weil es einfach zu viele Shops gab. Ich war zwar bei Urban Outfitters, River Island, New Look usw., aber irgendwie hatte ich keine Lust zum Shoppen. Meine Geldbörse machte Freudensprünge . Auch ein kurzer Abstecher in Covent Garden musste drinnen sein. Hier findet man alle großen Designermarken. Mit knurrenden Magen ging es dann zum Mittagessen in die Masala Zone. Eine indische Kette in London über die man nur Gutes liest. Ich persönlich bin ja ein großer Fan von indischem Essen und war hin und weg von den leckeren Gerichten. Meinem Freund war es etwas zu scharf, aber im großen und ganzen hat es auch ihm sehr gut geschmeckt. Für den Nachmittag hatten wir Karten für das London Fashion Weekend, wo Designer kleine Pop-Up Stores hatten und man nach Lust und Laune shoppen konnte. Auch hier blieb ich vernünftig, doch das viel mir nicht schwer, denn die Klamotten lagen fast alle über meinem Budget. In der VIP Lounge gönnten wir uns ein Glässchen Sekt und warteten auf die Fashionshow von The Outnet, wo die neuesten Trends vorgestellt wurden. Vergleichbar war dieses Event mit der Fashionweek Vienna. Es war ganz nett, aber wirklich spannend war es nicht. Ein kurzer Abstecher beim London Eye und Big Ben und schon knurrte wieder der Magen. Danach mussten wir uns entscheiden, ob wir gleich zum Abendessen fahren oder eine Pause im Hotel einlegen sollten. Wir entschieden uns für das Essen (eh klar) und fuhren ins Electric Diner. Leider endete dieses Dinner nicht so gut. Das Lokal war richtig nett, die Kellner super freundlich und wir warteten ohne Reservierung nur ca 15 Minuten auf den Tisch, bzw. auf einen Platz an der Bar. Wir konnten den Köchen beim Burger machen zuschauen und es war wirklich interessant zu zusehen. Als Vorspeise gönnten wir uns fritierte Kalamari und als Hauptspeise ein Steaksandwich und einen Burger. Das Essen war zwar gut, aber es haute uns nicht wirklich aus den Socken. Mir war es leider zu deftig (was fast unmöglich ist) und so musste ich die Hälfte über lassen. Im strömenden Regen machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Eine heiße Dusche und ab unter die Decke. Leider schliefen wir diese Nacht eher schlecht und stritten uns um die Toillette. Ich kann euch gar nicht sagen wie schrecklich das war und so schlecht ist es mir schon lange nicht mehr gegangen. Ich kann euch nicht genau sagen was es war, aber ich bin mir zu 99% sicher, dass es das Abendessen war. Vielleicht wurde mit alten Fett gekocht oder ich weiß es nicht. Meinem Freund ging es noch eine Spur schlechter als mir – er hatte fast doppelt so viele Calamari und Pommes wie ich. Tja und so endete unser London Wochenende eher nicht so toll. Blöderweise hatten wir Karten für London Dungeon gekauft und quälten uns dort dann auch hin. Eine Attraktion die ich euch echt empfehlen kann, WENN einem nicht Kotzübel ist. Die Schauspieler waren echt gut und teilweise gruselte ich mich wirklich und klammerte mich an meinem Freund fest. Danach machten wir noch einen kurzen Spaziergang zum Buckingham Palace, damit wir diesen auch gesehen haben. Die frische Luft tat uns richtig gut. Ja und dann ging es zurück ins Hotelzimmer und wir schliefen bis wir uns auch schon wieder auf dem Weg zum Flughafen machen mussten. Die Kamera blieb am letzten Tag im Zimmer, denn ich musste mich auf andere Dinge konzentrieren, wenn ihr versteht was ich meine. Im Nachhinein kann ich über diesen Tag nur lachen, aber in dem Moment war es eher nicht so lustig. Trotzallem hatten wir ein paar tolle Tage in London und ich werde bestimmt wieder kommen, hoffentlich dann ohne Kotzerei.
Heute geht endlich der letzte Beitrag aus Afrika online und zwar erzähle ich euch von unserem Aufenthalt in Kapstadt. Ich habe dazu auch ein Video für euch vorbereitet, jedoch ist es noch nicht ganz fertig. Heute am Abend sollte es dann aber endlich online sein. Es lohnt sich also auf meinem YouTube Kanal vorbeizuschauen.
Pssst, das Video findet ihr mittlerweile am Endes dieses Beitrags.
Nachdem wir wir 2 (1/2) tolle Wochen inTansania und auf Sansibar verbracht haben, ging es noch für 4 wunderschöne Tage nach Kapstadt. Wir dachten uns, wenn wir schon Mal in Afrika sind, dann machen wir diese hübsche Stadt gleich mit. Wir haben also eine 12 Stunden Anreise auf uns genommen, denn wer weiß wann wir das nächste Mal in dieser Gegend sein werdem. Eigentlich ist die Flugzeit von Sansibar nach Kapstadt nicht so lange, da man aber zweimal umsteigen muss (Dar es Salaam & Johannesburg) hat sich diese Reise über den ganzen Tag gestreckt. Wenn dann auch noch der Flug Verspätung hat, werden aus 11 Stunden schnell mal 14. Wir waren heilfroh als wir endlich in Kapstadt ankamen und von “unserem Fahrer” John, der uns am nächsten Tag auch die Gegend zeigte abgeholt wurden. Leider hat dieser lange Anreisetag dann ein nicht so schönes Ende, denn wenn man im gebuchten Hotel ankommt und kein Zimmer frei ist, dann ist der Ärger groß. Wir mussten die erste Nacht in einem anderen Hotel (dessen Namen ich vergessen habe) schlafen und haben erst am nächsten Tag ins eigentlich gebuchte Victoria & Alfred Hotel ziehen können. Mein Freund wollte unbedingt dort wohnen, da mit Austern und Champagner Frühstück geworben wurde. So waren wir dann schon ein bisschen sauer, dass wir am ersten Tag gleich mal das leckere Frühstück verpasst haben. Doch die Managerin war sehr freundlich und so bekamen wir für unseren letzten Tag Late Check-out bevor es ins The Vineyard Hotel ging. Das Hotel selber ist wirklich total nett, die Zimmer eher klein aber sehr schön, das Frühstück richtig lecker und die Terrasse mit Aussicht auf den Tafelberg und den Hafen wunderschön. Ich kann aber immer noch nicht ganz verstehen, wie ein Hotel einfach so überbucht sein kann, aber was solls. Es ist ja nochmal gut ausgegangen und mein Freund hat trotzdem seine Austern bekommen.
4 Tage für Kapstadt ist eine ziemlich kurze Zeit. Wir wollten so viel wie möglich sehen und deshalb wurde schon alles vorher geplant und gebucht. Die ersten Tag haben wir einen Tagesausflug zum Kap der guten Hoffnung gemacht und sind die Küste entlang gefahren, haben in Simons Town gegessen (Berthas Restaurant so lecker) und die Pinguine am Boulders Beach besucht. Da wir keine Lust auf einen Touri-Bus hatten, entschieden wir uns für eine private Tour. Im Internet bin ich dann auf John aufmerksam geworden. Er lebt seit über 20 Jahre in Kapstadt und hat uns die schönsten Plätzchen gezeigt. Der Tag war zwar nicht ganz so billig, aber es war uns so einfach lieber. Ich kann John nur empfehlen, denn er hat so viel gewusst, uns Tipps gegeben viel über sich erzählt und war wirklich unheimlich nett. Am Abend haben wir dann beschlossen den Lionshead zu besteigen, denn mir wurde gesagt, dass der Sonnenuntergang von dort oben der absolute Wahnsinn sein soll. Mit Wasserflaschen und festen Schuhen ausgerüstet ging über Stock und Stein und über Leitern zum Kipfel. Ich muss sagen auch wenn wir in Kapstadt viele tolle Dinge gemacht haben, der Ausflug zum Lionshead war mein persönliches Highlight. Der Aufstieg war total abenteuerlich und doch recht anstrengend, aber man wurde mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite die Stadt und der Tafelberg. Ich habe außerdem noch nie in meinem Leben so einen schönen Sonnenuntergang gesehen. Der Himmel war knallrot und die Sonne ist direkt im Meer untergegangen. Ganz baff war ich als auf der einen Seite die Sonne unterging und fast zeitgleich der Vollmond über der Stadt aufging. Ich habe wirklich noch nie etwas so schönes gesehen und bei meinem nächsten Kapstadtbesuch möchte ich mir den Sonnenaufgang von dort oben ansehen. Der Abstieg war dann übrigens auch nochmal ein Abenteuer, denn es gibt dort natürlich keine Beleuchtung und so sind wir (gemeinsam mit hundert anderen Menschen) im dunkeln den Lionshead wieder hinunter gewandert. Wir hatten gott Sei dank eine Taschenlampen App am Handy. Es ist aber echt nicht ohne, denn einen richtigen Weg gibt es nicht und man sollte hier auf jeden Fall vorsichtig sein. Da wir erst um halb 11 im Zimmer waren nutzten wir den Zimmerservice und fielen nach diesem langen Tag sofort ins Bett. Doch am nächsten Morgen wartete bereits das nächste Abenteuer auf uns.
Sehr zeitig in der Früh läutete der Wecker, denn mein Freund wollte unbedingt ein Treffen mit dem weißen Hai und da er auch Ok zu meinem Action-Auflug sagte, habe ich mich überreden lassen und bin auch mit in den Käfig gestiegen. Anfangs habe ich überlegt ob ich einfach nur so mitfahren soll, aber ich weiß wenn ich es nicht gemacht hätte, würde ich es jetzt bereuen.Um 5 Uhr wurden wir also abgeholten und es ging nach Gansbaai. Im Auto hatte ich noch ein bisschen Bammel, doch am Boot war die Angst sofort verflogen. Es war echt ein tolles Erlebnis und ich muss sagen ich war echt froh, dass der Käfig zwischen uns war, sonst wäre ich wahrscheinlich nicht ins Wasser gegangen. Verständlich wenn der 5 Meter Hai aufeinmal kommt. Es war übrigens ziemlich witzig denn ich war als zweiter an der Reihe und die erste Gruppe bekam nur ganz kurz einen Hai zu Gesicht. Kaum war ich im Käfig, war der Hai plötzlich da und ist ganz nahe an mir vorbeigeschwommen. Die Frau neben mir hat sich sogar bedankt und gemeint ich bringe Glück. Mein Freund musste zwar 20 Minuten warten, aber auch er bekam (gott sei Dank) einen zu Gesicht, sogar den Größten von allen. Es war echt ein tolles Erlebnis und ich würde es jederzeit wieder machen. Wir haben uns übrigens für Great White Shark Tours entschieden, da hier die Haie mit den Fischen nur angelockt und nicht gefüttert werden. Das war mir persönlich besonders wichtig.
Den Abend verbrachten wir dann an der Waterfront mit einem Freund, aßen gut zu Abend (im Harbour House) und schlürften leckere (1Liter) Cocktails.
Am nächsten Tag wurde dann ein bisschen geshoppt, das Bo Kaap Viertel und ein Markt besucht. Bevor wir ins The Vineyard Hotel umzogen, gönnten wir uns noch leckeres Sushi im Harbour House und das obwohl am Abend ein 5 Gangmenü auf uns wartete.
Ausgeschlafen ging es am letzten Tag dann zum nächsten abenteuerlichen Punkt und zwar haben wir den Tafelberg bezwungen und uns von ganz oben abseilen lassen. Das war ürbigens meine Idee, denn ich wollte das unbedingt machen. Gebucht haben wir diesen Ausflug bei Abseilafrica und es war einfach nur genial. In 1 1/2 Stunden erreichten wir den Kipfel und ein bisschen hat mich André schon dafür gehasst. Nicht für die Wanderung selbst, sondern eher für mein Tempo. Ich bin bei soetwas immer seh flott unterwegs und will so schnell wie nur möglich mein Ziel erreichen. Oben angekommen ging es dann auch ganz schnell wieder runter und zwar haben wir uns 115 Meter abseilen lassen. Klingt jetzt nicht so viel aber wenn man bedenkt, dass wir ganz oben waren ist es doch nicht so ohne. Anfangs hatte ich ein bisschen Schiss, doch auch das war sofort verflogen als ich in den Klettergurt stieg. Es war ein so cooles Erlebnis und kann es jedem nur empfehlen, tut es. Ich habe es mir eigentlich viel schlimmer vorgestellt und nicht mal der erste Schritt über die Kante war irgendwie schlimm. Während dem Abseilen werden Fotos gemacht, wenn man die Kamera oben bei den Guides lässt und auch André hat währenddessen kurz gefilmt (ihr dürft gespannt sein). Lustig war übrigens, dass die Wand aufeinmal einfach aus ist und man einige Meter in der Luft hängt und sich dann so abseilen muss. Man kann so richtig gut die Aussicht genießen und ich persönlich fand es richtig cool. Danach mussten wir ca. 20 Minuten zurück zum Kipfel gehen. Da wir ziemlich müde waren, sind wir dann aber nicht wieder zu Fuß hintunter sondern haben die Gondel genommen. Solltet ihr auf den Tafelberg wollen, empfehle ich euch zu gehen, denn die Fahrt mit der Gondel ist eher langweilig und so hat man auch ein bisschen Action. Es ist halt sehr anstrengend und man hat das Gefühl man steigt 1 1/2 Stunden einfach nur ganz viele Stufen. So trainiert man wenigstens gleich Beine und Po.
Wir hatten übrigens richtig Glück denn um 12 war unser Abseil und um 2 war der Tafelberg komplett im Nebel verschwunden, was sehr oft der Fall ist. Am besten ist es also wenn man den Tafelberg am Vormittag besucht. Der Rest des Tages und auch der letzte Vormittag wurden am Pool verbracht. Ein bisschen Entspannung musste einfach sein, bevor es zurück nach Wien ging. Ja wir haben zwar nicht so viel gesehen, aber doch einiges erlebt in Kapstadt und eines ist zu 100% sicher. Das war ganz bestimmt nicht mein letzter Besuch.
Wie schon erwähnt schaut unbedingt auf meinem YouTube Kanal vorbei denn am Abend geht dann das dazugehörige Video mit allen Eindrücken inklusive Abseil und Haitauchen online :)
Da ist es nun mein Video aus Kapstadt. Viel Spaß beim Anschauen!
Oh Gott ich bin so schlecht in “Blogbeiträge rechtzeitig online stellen”. Das zweite Safari Video hat es am Sonntag noch auf meinen YouTube Kanal geschafft, doch dieser Beitrag hat dann noch mehr Zeit benötigt und ihr werdet gleich sehen wieso ich so lange gebraucht habe. Ich habe es einfach total unterschätzt. 6000 Fotos aussortieren ist gar nicht so lustig und hat mir ganz schön Kopfzerbrechen bereitet. Welches Foto ist nur besser? Nehme ich doch lieber das oder… oh das ist auch toll. Teilweise richtig mühsam kann ich euch sagen. Deshalb entschuldige ich mich jetzt schon für diesen ewig langen Beitrag. Natürlich wurde überlegt ob ich ihn nicht auf zweimal posten soll, so wie das Video. Doch ich habe mich dann dagegen entschieden, weil es einfach besser ist wenn man alle Infos in einem Post findet.
Aus 6000 Fotos habe ich also die besten (60? Ich weiß immer noch zu viel) für euch zusammengesucht und werde euch heute ein bisschen was über unsere Safari Route und die einzelnen Unterkünfte (sind auch alle verlinkt) und Parks erzählen. Gebucht haben wir, wie schon HIER erwähnt überEasy Travel und ich kann diesen Anbieter nur wärmstens empfehlen. Ich hab einfach gesagt wie ich mir die Safari vorstelle, wie wir wohnen und welche Gebiete wir sehen möchten und anhand dieser Info wurde unsere Route geplant. Nach ein paar kleinen Änderungen war alles fix und fertig und die Vorfreude riesig. Am Ende dieses Beitrages findet ihr übrigens das zweite Video, also unbedingt bis ganz nach unten scrollen. Es erwarten euch viele viele Tierbabys.
Tag 1 – Ankunft in Arusha – Übernachtung im African Tulip Hotel
Nach einem langen Flug bzw. mehreren Flügen wurden wir von unserem Fahrer Louis am Flughafen (Kilimanjaro) abgeholt und nach Arusha gebracht. Den Rest des Tages hatten wir zur freien Verfügung. Erst wollte ich mir eigentlich die Stadt anschauen, doch wir waren einfach so erledigt und das Wetter spielte auch nicht so mit. Deshalb haben wir es uns einfach in unserem Hotelzimmer, das übrigens riesig war gemütlich gemacht. Nach 6 Stunden Schlaf weckte uns der Hunger und da Arusha jetzt nicht wirklich eine Stadt ist wo man unbedingt spazieren gehen und nach einem Restaurant suchen will, blieben wir einfach im Hotel. Das African Tulip ist ein wirklich sehr nette Unterkunft, das Personal überaus freundlich und das Essen lecker. Wir waren in dieser Nacht anscheinend die einzigen Gäste (zumindest haben wir niemanden anderen gesehn, weder beim Abendessen noch beim Frühstück) und irgendwie war das schon ein eigenartiges Gefühl. Die einzigen zwei weißen Gäste in so einem großen Hotel, denen jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wurde. Irgendwie war es ein bisschen wie in einem Film aus der Kolonialzeit. Versteht ihr was ich meine? Ich habe mich überhaupt nicht unwohl oder so gefühlt, aber es war einfach so total ungewohnt für mich und auch neu. An diesem Tag habe ich noch gar nicht fotografiert, da ich einfach zu müde war. Nur mein Frühstück habe ich in der Früh gefilmt und die Kellnerin musste total lachen, weil sie das anscheinend noch nie gesehen hat. Ich will gar nicht wissen was sie sich dabei dachte.
Ausgerüstet mit einer Lunchbox und viel Wasser ging es dann Richtung Arusha Nationalpark wo eine Walking Safari und auch der erste Game Drive auf uns warteten. Bei der Walking Safari haben wir zwar nicht so viele Tiere gesehen (Affen, Büffel & Warzenschweine) aber es war total faszinierend durch diese Landschaft zu spazieren und den Geschichten des Guides zu lauschen. Mein Freund meinte die ganze Zeit, er fühlt sie irgendwie wie bei Jurassic Park, nur dass halt die Dinosaurier fehlen. Nach einem spannenden und vor allem sehr heißen Vormittag ging es direkt weiter in den Arusha Nationalpark, wo wir dann die ersten Giraffen und Zebras zu Gesicht bekamen. Zu Mittag hielten wir an einer “Jausenstation” mit Blick auf einen See und verspeisten unsere Lunchboxen. Es war unheimlich schön so Mitten in der Natur zu essen und die Tiere rund um den See zu beobachten. Man muss hier aber besonders vorsichtig sein, denn die Affen können ganz schön frech sein. Der eine oder andere hat sein Mittagessen mit ihnen teilen müssen. Wir blieben Gott sei Dank verschont.
Nach dem Game Drive ging es weiter in die Meru View Lodge, eine wirklich entzückende kleine Unterkunft, wo wir die zweite Nacht verbracht haben. Das Essen, das übrigens überall inkludiert ist, war ausgezeichnet und am liebsten hätte ich von allem eine zweite Portion gegessen, obwohl ich schon satt war. Auch hier waren die Angestellten wieder unglaublich freundlich und es gibts nichts an dieser Lodge auszusetzen. Wir hatten einen wirklich netten Abend und unterhielten uns gut mit anderen Gästen die uns von ihren Safari Erlebnissen erzählten.
der Kilimanjaro
Tag 3 – Mto wa Mbu & Manyara National Park – Übernachtung im Manyara Wildlife Camp
Nach einem leckeren Frühstück ging es weiter Richtung Lake Manyara. Diese Fahrt dauerte ca 3 Stunden und ja man verbringt wirklich viel viel Zeit im Auto, doch man erlebt einfach so viel und auch die Landschaft ist so faszinierend, dass einem die Fahrten von Park zu Park gar nicht so lang vorkommen. Bevor es aber in den Nationalpark ging besuchten wir das Mto wa Mbu Dorf. Mein Freund war nicht so begeistert von der Cultural Experience, weil es doch sehr heiß und dreckig war. Ich persönlich fand es sehr interessant zu sehen wie die Menschen dort so leben und auch wenn sie wirklich nichts (außer ein Handy, das hat irgendwie jeder) besitzen, sind sie wirklich glücklich. Die Kinder lieben es übrigens wenn man sie fotografiert und ihnen dann das Foto zeigt.
Mein Highlight war jedoch das Banana Beer trinken, denn soetwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt und ich werden den Blick von meinem Freund nie wieder vergessen. Man nimmt in einer Strohhütte platz und bekommt einen Becher, der eher einem Sandkübel ähnelt voll mit Banana Beer. Die Dame erklärte uns dann, dass sich die Einheimischen hier versammeln und dann gemeinsam das Banana Beer trinken und Ja aus einem Becher. Mein Freund ist ja immer noch der festen Überzeugung, dass das gar nicht stimmt und sie so nur zu Gratis Bier kommen wollen, aber gut das ist eine andere Geschichten.
Dann reichte sie UNSEREN Becher im Kreis herum und die Augen meines Freundes sind immer größer geworden. Ich war ja froh, dass ich erst nach ihm aus diesem Becher trinken musste und konnte so einfach die selbe Stelle wir er wählen. Nach dem zweite Schluck Banana Beer, das wirklich nicht gut schmeckte und das wir uns mit den Einheimischen teilen mussten, wechselten wir zum Wasser. Mein Freund redet sich heraus und meinte, viel zu stark viel zu stark, Ich muss ja sagen ich fand dieses Erlebnis sehr lustig, mein Freund hingegen gar nicht, dem ging nur durch den Kopf, ob er auch alle wichtigen Impfungen hat.
Danach konnte er aufatmen, denn es ging weiter in den Manyara National Park zu unserem zweiten Game Drive, wo wir dann auch den ersten Elefanten und wieder viele Zebras und Giraffen sahen. In diesem Park gibt es auch ein paar Mountaintree Lions, aber die bekommt man wirklich nur ganz selten zu sehen. Bei den vielen Bäumen kein Wunder, der Park gleicht teilweise einem Dschungel.
Diese Nacht übernachteten wir im Manyara Wildlife Camp und eigentlich habe ich mit so richtigen Zelten gerechnet, bzw. hatte ich die Unterkunft nicht mehr so genau in Erinnerung. Dort angekommen erwarteten uns jedoch “Luxuszelte” mit einer traumhaften Aussicht über den Park. Ich habe noch nie so einen schönen Sonnenuntergang gesehen und wir sind einfach nur schweigend auf unserer Terasse gestanden und haben die Landschaft bewundert. Es gab auch einen unglaublich schönen Pool, doch da es schon sehr frisch war haben wir den nicht mehr genutzt. Dort wurden wir auch das erste Mal von unserem “Luxuszelt” abgeholt und zum Abendessen gebracht, denn sobald es finster wird soll man sich nicht mehr alleine bewegen. Man weiß ja nie welche Tiere in der Nacht vorbeispazieren. Hier gab es Buffetessen, aber im kleinen Rahmen und es war ein wirklich netter Abend mit unheimlich gutem Essen (Curry, Curry, Curry). wir hatten übrigens auch ein Haustier. Eine kleine Maus lief oben im Zelt den Balken entlang, aber ja ganz normal wenn man mitten in der Natur schläft.
das ist übrigens die Toilette und das Badezimmer
Tag 4 – Lange Fahrt Richtung Serengeti Game Drive Ndutu – Übernachtung im Ndutu Halisi Camp
Ausgeschlafen ging es am nächsten Tag dann Richtung Serengeti. Die Fahrt dauerte an die 4 Stunden, doch auch dieses Mal ist es mir nicht so lange vorgekommen. Da sich die Landschaft dauernd so extrem verändert, gibt es immer etwas zu sehen. Erst fährt man durch Dörfer, dann wieder Ewigkeiten durch die Steppe und gelangt dann in einen Abschnitt, der mich total an den Elefantenfriedhof aus König der Löwen erinnert hat. Hier war außer kahlen Bäumen und viel Schlamm einfach gar nichts. Kein Tier, außer vielleicht mal eine Antilope, die sich verirrt hat konnte man hier sehen und man hatte einfach das Gefühl man ist in einer anderen Welt, einer ausgestorbenen Welt. An diesem Tag war ich das erste mal ein bisschen schlecht gelaunt, denn immerhin war es bereits der 3 Tag unserer Safari und keine einzige Raubkatze hat sich bis jetzt blicken lassen. Ich habe schon an der Agentur gezweifelt und meinen Schmollmund aufgesetzt. Klar weiß ich natürlich, dass man einfach Glück haben muss und die Natur macht was sie will, aber in diesem Moment war mir das alles egal. Gott sei Dank änderte sich meine Launa schlagartig, als wir in Ndutu ankamen und die ersten Löwen sahen. Ich grinste wie ein Honigkuchenpferd und die Kamera klickte im Sekundentakt. Zum grönenden Abschluss bekamen wir dann auch noch einen jungen Geparden vor die Linsen. Mit vielen tollen Eindrücken ging es dann ins Ndutu Halis Camp, wo wir endlich in richtigen Zelten (es hatte trotzdem ein Bett) schlafen durften. Mein Freunde meinte nur “Das ist ja wie beim Bundesheer”, aber mir gefiel es. Nach einer eiskalten Dusche (ich wollte nicht aufs warme Wasser warten) und dem besten Abendessen überhaupt, liesen wir den Abend am Lagerfeuer ausklingen. Ja und genauso und nicht anders habe ich mir die Safari vorgestellt.
Tag 5: Serengeti Nationalpark – Übernachtung im Ndutu Halisi Camp
Am nächsten Morgen stand ich früh auf um mir den Sonnenaufgang anzusehen und ich kann euch sagen, ich habe noch nie soetwas schönes gesehen. Das erste Foto unter diesem Absatz wurde an diesem Morgen aufgenommen und es ist komplett unbearbeitet. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie unglaublich schön dieser Sonnenaufgang war. Nach einem ausgieben Frühstück ging es Richtung Serengeti Nationalpark, wo noch mehr Raubkatzen auf uns warteten. Auch dieser Nationalpark war wieder ganz anders als die, die wir bisher gesehen hatten. Erst war Kilometer lang nichts außer trockenes Gras, Zebras und Knus und dann wurde auf einmal alles Grün und dichter. An diesem Tag sahen wir auch den ersten Leoparden. Diese Raubkatze ist nur ganz schwer zu sehen und man muss echt Glück haben. Wir konnten ihn nur aus (geschätzt) 100 Meter Entfernung durch ein Fernglas beobachten. Ein bisschen entäuscht war ich schon, dass wir ihn nicht näher gesehen haben und ein Foto schießen konnten. Doch besser so als gar nicht, hab ich Recht?
Am Weg zurück ins Camp mussten wir durch Ndutu fahren und da hörte er es auf einmal, ein Leopard schläft auf einem Baum und das ganz in der Nähe. Eigentlich mussten wir schon zurück ins Camp, weil es kurz vor 18 Uhr war und man dann nicht mehr im Park herumfahren darf, aber Louis riskierte es und fuhr zu der besagten Stelle. Ja und da lag er nun auf dem Baum sehr majestätisch und schlief. Wir sind glaub ich noch eine halbe Stunde dort gestanden und haben dieses tolle Tier beobachten. Tja und wenn man ein bisschen Geduld hat wird man belohnt, denn er wachte auf und stolzierte rund um den Baum herum, bevor er sich für die Jagd bereit machte. Da mussten wir dann aber auch schon zurück ins Camp, weil wir nicht von den Ranger erwischt werden wollten. Auch diesen Abend haben wir im Ndutu Halisi Camp am Lagerfeuer ausklingen lassen. Ich persönlich fand ja diese Unterkunft am besten, auch wenn es das einfachste war. Das Personal, das aus nur ganz wenigen Männern bestand war so unglaublich nett und zuvorkommend und man hat sich einfach unheimlich wohl gefühlt. Also bis auf die kalte Dusche (an der ich selber Schuld war) die ich zwei Tage genießen durfte war hier wirklich alles perfekt.
Tag 6 – Weihnachten in Ndutu – Übernachtung im Ngoronoro Farm House
Nachdem wir unsere 7 Sachen gepackt hatten, verbrachten wir den Tag ein letztes Mal in Ndutu, wo wir unheimlich viele Geparden Babys und natürlich auch Löwen sichteten. Wir sahen auch einige Tiere beim Essen, die Fotos erspare ich euch aber dann doch lieber. Sollte es euch doch interessieren, schaut euch das Video an.
Dieses Gebiet hat mir persönlich am besten gefallen. Die Landschaft war unheimlich schön, die Unterkunft perfekt und wir haben auch noch ziemlich viele Tiere gesehen. Unser Fahrer hat aber gemeint, Ndutu ist nur in den Wintermonaten so toll. Im Sommer wenn Safari Hauptsaison ist, ist dieses Gebiet total trocken und wie ausgestorben. Die Tiere wandern ja je nach Jahreszeit von Park zu Park und man trifft sie immer woanders wieder.
Den Weihnachtsabend haben wir dann im Ngorongoro Farm House mit Cocktails und einem leckeren Abendessen verbracht. Diese Unterkunft war die Größte und ja am 24. Dezember war dort auch viel los, doch das hat uns nicht weiter gestört. Einheimische vom Nachbardorf haben eine kleine Show aufgeführt (bzw. gesungen) und von 17-19 Uhr gab es täglich kostenlose Cocktails, die richtig lecker waren. Nachdem Abendessen ging es dann auch schon wieder ins Bett, weil wir einfach hundemüde waren. Für uns war Weihnachten also ein Tag wie jeder andere. Sogar auf unsere “kleine Bescherung” haben wir vergessen.
Tag 7 – Ngorongoro Krater – Übernachtung im Ngorongoro Farm House
Ausgeschalfen ging unser Abenteuer weiter Richtung Ngoronoro Krater, wo wir das letzte Tier der Big 5 das Nashorn zu Gesicht bekamen. Auch diese Tiere sind ziemlich scheu und nur selten zu sehen. Wir warteten auch hier eine Ewigkeit und langsam aber doch näherte sich das Nashorn und wir konnten es vor die Linse bekommen. Der Ngorongoro Krater war ganz faszinierend, denn über diesem Krater hing eine riesige Nebeldecke. Auf der einen Seite war es wunderschön und strahlender Sonnenschein und auf der anderen Seite tobte ein Unwetter. Wir sind also einfach immer vorm Regen davon gefahren, war richtig spannend. An diesem Tag war übrigens ich das Highlight. Ich wurde von einer indischen Dame angesprochen und ich dachte zuerst, dass ich ein Foto von ihr und ihrer Großfamilie, die dabei war machen sollte. Falsch gedacht. Sie wollte ein Foto mit mir gemeinsam und ihre gesamte Familie zückte die Kameras und Handys und fotografierte uns. Ja das war ein lustiges Erlebnis und ist mir vorher noch nie passiert. Ob sie wohl meinen Blog liest (haha Scherz)?
Mein persönliches Highlight waren ja die Babylöwen, die gerade mal eine Woche alt waren und den dicksten Bauch überhaupt hatten. Sie sind der Mutter nachgelaufen und haben gemaunzt und ich konnte mich kaum mehr einkriegen. Am liebsten wäre ich raus aus dem Auto und hätte sie geknuddelt, so goldig waren sie. Ein paar Szenen gibt es dazu, natürlich auch im Safari Video Teil 2. Auch diese Nacht verbrachten wir nochmal im Ngorongoro Farm House mit leckeren Essen (es gab sogar Truthahn und Weihnachtsmusik) und Cocktails.
Tag 8 & 9 Tarangire Nationalpark – Übernachtung im Maramboi Tented Camp – Weiterflug Sansibar
Am vorletzten Tag ging es dann Richtung Tarangire Nationalpark. Auch diese Fahrt dauerte ein paar Stunden und wir kamen um die Mittagszeit in unserer Unterkunft an, wo es erstmal ein leckeres Mittagessen gab. Die letzte Nacht verbrachten wir im Maramboi Tented Camp und ich kann euch sagen diese Anlage war der absolute Wahnsinn. Hier hätte ich es von mir aus noch ein paar Nächte aushalten können. Wir übernachteten wieder in so Art “Luxuszelten” doch dieses Mal umgeben von Zebras, Pumbas und Knus. Soetwas habe ich noch nicht gesehen und allein von der Lage war diese Unterkunft mein klarer Favorit. Da es unglaublich heiß war an diesem Tag, verbrachten wir noch ein paar Stunden am Pool und beobachteten die Zebras, bevor es in den Tarangire Nationalpark ging. Hier sahen wir dann endlich viele viele Elefanten. Die sind mir nämlich die ganze Woche über ziemlich abgegangen und ich hab mich schon gefragt wo sich die alle verstecken. Tja im Tarangire Nationalpark, denn hier wimmelte es nur so von Elefanten. Wenn so eine Herde ca. 2 Meter neben dem Auto vorbeigeht dann wird einem schon ganz anders. Ruhig bleiben und genießen ist an dieser Stelle angesagt.
Am Abend wurden wir dann wieder von unserem Zelt abgeholt und zum Abendessen gebracht. Das Essen war auch hier sehr gut, jedoch gabe es ein großes Buffet und es waren mir dann etwas zu viele Leute dort, meiner Meinung nach der einzige Minuspunkt. Ganz spannend war der Weg zurück zum Zelt, denn da wurden wir nicht mehr von einem Mann sondern von 3(!) bewaffneten Männern begleitet. Anscheinend hat rund ums Camp ein Löwe eine Antilope gejagt und sich immer mehr genähert. Mein Freund blieb total ruhig, ich eher nicht so, doch ein Erlebnis war es auf jeden Fall.In der Nacht haben wir die Raubkatzen dann gehört und die dürften wirklich ganz nah gewesen sein.
Am nächsten Tag ging es dann noch ein letztes Mal in den Tarangire Nationalpark, wo wir noch ein paar hunderte Elefanten beobachten, gemütlich zu Mittag aßen und uns dann auf den Weg zum Flughafen machten. Ich muss ehrlich gesagt gestehen, den letzten halben Safaritag hätte man auch lassen und direkt nach Sansibar fliegen können. Man ist irgendwie schon so in Aufbruchstimmung und schon auf die nächste Destination gespannt. Hier geht es übrigens zu meinen Sansibar Impressionen.
Nach diesem langen Text und Unmengen an Fotos gibt es natürlich auch noch das zweite Safari Video. Ja ich weiß das war jetzt ein bisschen viel, aber ich wollte es dann doch nicht auf zwei Beiträge aufteilen und wieder ewig rauszögern und wem der Text zu viel ist kann ja einfach nur die schönen Fotos auf sich wirken lassen. Solltet ihr noch Fragen zu meiner Safari haben, die ich noch nicht beantwortet habe (gibts das?) dann nur her damit. Ich hoffe meine Fotos und auch die Video haben euch gefallen.
So da ist er nun, mein Sansibar Beitrag und ich sag jetzt schon mal Sorry für die Bilderflut, aber die Fotos zeigen einfach am besten was wir auf der afrikanischen Insel so gemacht haben. Nichts, nämlich absolut gar nichts. Wer sich hier ein paar Tipps erwartet, den muss ich leider enttäuschen, denn außer Stonetown und ein paar Beachbars am Nungwi Beach haben wir nicht viel von der Insel gesehen und haben einfach nur die Seele baumeln lassen.
Bei der Planung unserer Afrika Reise waren wir uns bei einer Sache sofort einig. Nach der Safari müssen wir ein paar Tage ans Meer zum Entspannen. Wir sind zwar beide keine Silvester Fans aber wir wollten den Jahreswechsel doch gern an einem schönen Ort verbringen. Als wir dann das Internet durchforsteten und Fotos von Sansibar sahen wussten wir, das ist unser zweiter Stopp .
Frühstücken, in der Sonne liegen, Bücher lesen, eine kleine Abkühlung im Meer, Cocktails trinken, gammeln, ein Spaziergang am Strand, Essen und danach zeitig ins Bett gehen. So in etwa hat unser Tagesablauf ausgesehen und das 8 Tage lang. Mit Ausnahme vom 31. 12, da haben wir uns Stonetown angesehen und mussten am Abend bis Mitternacht durchhalten, damit wir den Jahreswechsel überhaut mitbekommen. Ja wir haben das Nichtstun so richtig genossen und ich war wirklich schon lange nicht mehr so entspannt. Kein Wunder wenn man den ganzen Tag nur am Pool relaxt. In einer Woche habe ich es sogar geschafft 3 (!) Bücher zu lesen. Wenn ich nur daran denke fehlt mir diese viele Freizeit und das Lesen schon extrem.
Anfangs dachte ich mir, wenn ich schon mal auf Sansibar bin dann muss ich auch was unternehmen und die Insel ein bisschen erkunden. Man soll dort gut schnorcheln können, das The Rock (ein Restaurant) soll sehr empfehlenswert sein, es gibt eine Schildkröten Schutzstation und und und…. Als wir dann endlich dort waren, war alles vergessen. Ich konnte es gar nicht erwarten endlich auf der Liege zu entspannen. Außerdem hatte ich mir die Insel irgendwie anders vorgestellt, es war sehr schön dort und der Strand und das Meer der absolute Wahnsinn, aber ich dachte ich würde dort sicher öfters die Anlage verlassen und die Gegend erkunden. Doch Afrika ist einfach anders und auch dort leben viele Menschen in Armut. Es geht ihnen nicht schlecht auf Sansibar, aber im Gegensatz zu europäischen Verhältnissen ist es halt extrem. Ich fand es sehr interessant zu sehen wie die Menschen dort leben und ich möchte eigentlich noch einen Gedanken-Beitrag zum Thema Afrika schreiben, deshalb will ich hier jetzt nicht zu sehr abschweifen, aber es war irgendwie schlimm. Wir haben in einem wunderschönen Hotel gewohnt und haben es uns gut gehen lassen und draußen in den Dörfern herrscht Armut. Auch wenn es jetzt ein bisschen arg klingt, aber das war mitunter ein Grund wieso ich wahrscheinlich kaum die Anlage bzw. den Strandabschnitt verlassen habe, um den argen Kontrast (zu unserer Lebensweise) nicht so sehen zu müssen.
Einen Tag verbrachten wir in Stonetown, damit wir doch ein bisschen was von der Insel sehen und ich habe von vielen Leuten gehört, dass diese kleine Stadt wirklich sehenswert ist. Unser Ausflug war zwar sehr interessant und wir sind ziemlich lange durch die engen Gassen geschlendert und haben uns treiben lassen, aber wirklich schön fand ich es dort nicht. Es ist doch sehr dreckig und ja so ganz Wohl habe ich mich auch nicht gefühlt. Ich habe mich nie unsicher oder so gefühlt, aber so richtig warm bin ich mit Stonetown nicht geworden.
Ein lustiges Erlebnis wird mir aber noch lange in Erinnerung bleiben und zwar wollte mein Freund unbedingt den Fischmarkt besuchen und als er ihn betrat, blickte er mich nur panisch an und wusste nicht wohin. Anstatt gerade weiter zum anderen Ausgang zu gehen blieb er einfach stehen und blockierte den Eingang – Der Grund, der Gestank. Es war bereits Mittag und die Fisch lagen einfach so auf den Holzbrettern, natürlich ohne Eis. Ich fand das ganze ziemlich lustig und musste mir das Lachen verkneifen. Auch der Markt war ein Erlebnis und ist nichts für schwache Nerven. Geköpfte Hühnchen, die herumgetragen werden und noch tropfen, viel Dreck und viele viele Menschen, doch auch sowas muss man mal gesehen haben.
Auch wenn mir Stonetown jetzt nicht so gefallen hat, bin ich doch sehr interessiert daran wie die Menschen so leben und deshalb schaue ich mir sowas immer gerne an. Mein Freund ist da genau das Gegenteil und würde soetwas am liebsten meiden, doch mir zu liebe tut er sich das dann doch immer wieder an.
Sonst haben wir jeden Tag eigentlich das selbe gemacht, sind relativ früh aufgewacht haben im Hotel gefrühstück, sind zum Pool haben bis zu Mittag dort relaxt, sind in eines der vielen Strand-Lokale gegangen, haben ein bisschen im Meer geplantsch und danach wieder relaxt, Cocktails getrunken und sind direkt vom Pool meistens gleich zum Abendessen losgezogen. Danach gings unter die Dusche und spätestens um 10 haben wir geschlafen. Wie so ein altes Ehepaar, aber das war einfach mal dringend notwenig. Einmal habe ich es sogar gschafft laufen zu gehen, dafür sollte man aber relativ zeitig aufstehen (gegen7), denn sonst ist es einfach zu warm.
Bzgl. Essen haben wir versucht jeden Tag etwas anderes auszuprobieren und wir haben hier eher die Lokale am Strand rund ums Hotel bevorzugt. Die Restaurants im Hotel waren zwar sehr gut (vor allem das Silvester Dinner), aber direkt am Strand essen und die Füße in den Sand stecken kann doch mehr. Bei der Wahl des richtigen Lokals kann man Glück haben oder nicht, manche sind richtig gut manche richtig grausig. Wir hatten nur einmal Pech, hallo grau/braune Garnelen + Fliegen. Wir haben Gott sei Dank ein sehr nettes Ehepaar aus London kennegelernt, die genauso gerne essen wie wir und so haben wir ein paar Tipps bekommen wo es schmeckt und wo eher nicht. Sehr gut haben wir im The Waves (bestes Lobster Curry) und in der Beachbar gleich nebenan gegessen. Mein Favorit war aber das LangiLangi, die als einziges Restaurant den Fisch nicht zu Tode gekocht und so richtig viel Knoblauch verwendet haben (YUM).
Also Meeresfrüchte zubereiten müssen die Leute auf Sansibar noch lernen (mit Ausnahme vom LangiLangi natürlich). Dafür sind sie richtig gut im Kochen von diversen Currys. Ich kann das bestätigen, denn ich hatte jeden Tag mindestens 1 Mal Curry.
Gewohnt haben wir im The Z Hotel, einem kleinen Boutique Hotel direkt am Nungwi Beach. Eigentlich war ich ganz zufrieden mit dem Hotel. Die Anlage ist wunderschön, es gibt einen Infinity Pool und es liegt direkt am Strand mit eigenem kleinen Abschnitt. Doch irgendwie hat mir etwas gefehlt. Ich kann euch nicht genau sagen was es war, aber ich glaub es waren einfach so Kleinigkeiten. Zu Silvester zum Beispiel gab es ein großes Dinner direkt am Strand und es wurde riesig aufgezogen. Doch schon nach wenigen Stunden waren kaum noch Gäste da, weil die Stimmung einfach gefehlt hat. Das Hotel ist nicht gerade billig und da finde ich hätten man sich ein bisschen mehr bemühen könne. Im Großen und Ganzen war es aber ok. Die Zimmer waren nicht zu klein und nicht zu groß, es gab WLAN in der Anlage eine Cocktailbar und zwei Restaurants.
Die berüchtigten Beachboys waren gar nicht sooooo nervig. Klar wurde man am Weg ins Meer von Mister Marc o Polo oder Mister James Bond (ja so nannten die sich wirklich) angesprochen, doch wenn man Nein sagt waren sie auch relativ schnell wieder weg.
Wir haben zwar nicht viel gemacht, aber wie ihr sehen könnt habe ich doch ein bisschen was zu erzählen und nach diesem ewig langem Text gibts jetzt noch ein paar viele Bilder um ein bisschen Sommerfeeling zu verbreiten.
Der Sonntag soll in Zukunft mein Video Tag werden. Ja ich weiß heute ist bereits Montag, aber da ich das Wochenende in Linz verbracht habe, ist das Video erst gestern fertig geworden. Nächste Woche kommt es pünktlich, versprochen.
Ich werde auf jeden Fall versuchen jede Woche bzw. alle 2 Wochen (das ist realistischer) ein Video für euch hochzuladen. Eigentlich wäre diese Woche mein erstes Question & Answer Video an der Reihe gewesen, doch irgendwas ist beim Filmen schief gelaufen und die Hälfte war aus unerklärlichen Gründen einfach unscharf. Deshalb wurde nun einfach das Berlin Video vorgezogen.
Gemeinsam mit Olympus war ich während der Fashion Week in Berlin und durfte bei einem richtig coolem Side Event teilnehmen und zwar wurde ich ins Blogger Bazaar Loft geladen und habe dort an einem Workshop mit Olympus und einem Streetstyle-Shooting mit The Urban Spotterteilgenommen. Wir durften uns Schuhe von Zign aussuchen und unser Outfit selber mit Klamotten von Filippa K und Schmuck von Cadenzza zusammenstellen. Die Nägel bekamen wir von Faby gemacht, das Make Up von Smashbox und die Haare von Bumble & Bumble (ich liebe die Produkte). Zwischendurch gab es leckeres Essen, kalte Getränke und einen Workshop, wo die neue Olympus PEN E-PL7 vorgestellt wurde. Es war ein wirklich aufregender und lustiger Tag. Es ist was ganz anderes wenn man von einem Streetstyle Fotografen geshootet wird und ich konnte ein paar hilfreiche Tipps mit nachhause nehmen. Die Fotos des Shootings gibts dann morgen.
Am Abend wollte ich eigentlich den Stylight Award besuchen, aber da anscheinend ziemlich viel bei der Organisation schief gelaufen ist und ich nach 1 1/2 Stunden (wie ca. 400 andere) nicht reingelassen wurde, sind wir dann einfach Burger essen und zur Vans Party in die Neue Heimat gefahren. Ich hatte eine Menge Spaß und bin im Nachhinein froh, denn so habe ich wenigstens das richtige Berliner Nachtleben gesehen.
Am nächste Tag stattete ich Olympus noch einen kurzen Besuch im Loft ab und machte mich dann auf den Weg zum Holocaust-Denkmahl und zum Brandenburger Tor. Ich bin trotz Kälte durch die Stadt geschlendert, hab mir eine Curry Wurst gegönnt und Berlin ein bisschen auf mich wirken lassen. Bevor es am Abend gemeinsam mit Olympus zum Italiener (Al Contadino Sotto Le Stelle) ging, musste noch eine Shoppingpause eingelegt werden. Ja und ich kann euch sagen, Berlin ist ein richtiges Shopping Paradies und ich weiß jetzt schon, da muss ich ganz bald wieder hin. Urban Outfitter, Other Stories, Weekday, Filippa K., am liebsten hätte ich mich zu Tode geshoppt, aber da ich nur nen Minikoffer mit hatte, bin ich vernünftig geblieben.
Am letzten Tag wurde ausgeschlafen, meine Cousine die in Berlin wohnt und die erste ein Baby bekommen hat besucht und danach ging es auch schon wieder zurück nach Wien. Auch wenn ich den richtigen Trubel um die Fashionweek nicht so mitbekommen habe, hatte ich eine schöne Zeit in Berlin. Es war interessant zu sehen was rund um die Shows noch so passiert und fürs erste Mal war das völlig ausreichend für mich.
Ich war das erste Mal in Berlin, habe zwar nicht viel gesehen, aber das was ich gesehen habe, hat mir gut gefallen und ich denke es wird bald mal wieder ein verlängertes Wochenende in der deutschen Haupstadt anstehen. Das nächste Mal aber dann mit Freund, denn es macht doch viel mehr Spaß wenn man gemeinsam mit jemanden anderen eine neue Stadt erkunden und tolle Dinge erleben kann.
Ich habe lange überlegt in welcher Form ich hier von meiner Reise berichten soll, denn ich bin mit so viel Bild- und Videomaterial zurückgekommen, dass ich erstmal überfordert war. Nach langem hin und her, habe ich mich dazu entschieden ein Video von unseren 8 Tagen Safari zu machen und zusätzliche zwei Beiträge, einen zur Planung & den Kosten und einen zur Safari selbst zu schreiben. Der zweite Beitrag hätte gleichzeitig mit dem Video (also heute) online gehen sollen. Ich wollte euch nämlich nicht mit zu viele Afrika Beiträgen zuspamen und gleich viel Text mit Informationen, die schönste Fotos und tolle bewegte Bilder in einem Beitrag liefern. Doch das wäre einfach zu viel auf einmal geworden und aus diesem Grund habe ich das Video in zwei Teile geteilt, damit es nicht zu lange dauert. Ich möchte ja nicht, dass ihr mir wegpennt. Da ich außerdem nicht fertig geworden bin alle Fotos zu sortieren, gibt es heute mal “nur” den ersten Teil meiner Safari als Video und ein paar erste Fotos. Ich habe die besten Szenen herausgepickt und unser kleines Afrika-Abenteuer für euch in 10 Minuten zusammengeschnitten. Der ausführliche Beitrag zu den Nationalparks, unseren Unterkünften und den schönsten Fotos folgt dann gemeinsam mit dem zweiten Video (hoffentlich) ganz bald. Damit ihr also nichts verpasst, abonniert doch einfach meinen YouTube Kanal.
Jetzt aber erstmal ganz viel Spaß mit ein paar Eindrücken aus Afrika.
Wie versprochen gibt es nun den Beitrag über die Planung, Vorbereitung und Kosten unserer Afrikareise. Eigentlich hätte dieser Beitrag schon am Donnerstag online gehen sollen, aber wie ihr seht brauche ich momentan für alles ein bisschen länger. Doch besser spät, als nie und so habe ich mich heute aufgerafft und die wichtigsten Punkte für euch zusammengeschrieben. Seit ich ein kleines Kind bin, träume ich von einer Safari in Afrika (Ich glaub das habe ich euch schon hundert Mal erzählt oder?) und im Dezember war es dann so weit. Nur so eine Reise plant sich nicht von selbst und so haben wir fast ein Jahr vorher mit der Planung angefangen. Kurz nach Weihnachten 2013 habe ich beschlossen, dass wir die Feiertage im nächsten Jahr im Warmen verbringen. Nach ein paar kleinen Diskussionen mit dem Liebsten stand dann auch die Destination ziemlich schnell fest – es soll Afrika werden, genauer gesagt Tansania und Südafrika. Nachdem wir das Wetter zu dieser Zeit gecheckt hatten (Sommer in Südafrika, 25-30 Grad und ab und zu Regen in Tansania), konnte die Planung auch schon beginnen. Ich liebe es Reisen zu planen, günstige Flüge zu suchen, das passende Hotel auszuwählen und Packlisten zu schreiben.
Planung
Nachdem wir die genaue Route (Safari – Strand – Stadt) festgelegt hatten, haben wir uns als allererstes auf die Suche nach dem richtigen Anbieter für die Safari gemacht. Die Auswahl ist riesig und es ist gar nicht so einfach sich zu entscheiden. Da ich aber bereits jemanden kannte der in Tansania war, habe ich auf deren Empfehlung vertraut und bei Access2Tanzania und Easytravel angefragt. Beide Kontakte waren superfreundlich und haben uns eine Route zusammengestellt, die unseren Erwartungen entsprach. Schlussendlich haben wir uns für Easytravel entschieden, da dieser Anbieter einerseits ein bisschen günstiger war und wir von einem Freund so viele tolle Fotos gesehen haben, dass wir beide wussten, genau das wollen wir. Die Planung mit Easytravel hat wunderbar geklappt und wir sind auch im Nachhinein sehr zufrieden mit unserer Wahl.
Caudence meine Kontaktperson hat mir jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Ich habe ihr ganz genau gesagt was ich möchte und ja das habe ich schlussendlich auch bekommen. Sie hat uns den Flug zum Kilimanjaro und nach Sansibar mitgebucht und sich auch um alle Transfers (vom Flughafen zum Hotel etc.) gekümmert. Bei einer Safari nimmt man ziemlich viel Geld in die Hand und deshalb war mir sehr wichtig, dass alles auch 100% passt. Ja und ich muss sagen es war wirklich traumhaft und ich würde die Tour (fast) genauso wieder machen. Doch mehr zur Safari gibt es in einem Extrabeitrag, sonst wird das heute hier zu lange.
Als nächstes wurde der Flug gebucht und zwar haben wir uns wie so oft für einen Gabelflug entschieden. Da wir nicht wieder zurück zum Start und Zeit verlieren wollten haben wir einen Flug mit Turkish Airlines von Wien nach Dar es Salaam und von Kapstadt zurück nach Wien gebucht. Mit jeweils einem Zwischenstopp in Istanbul (und beim Rückflug landeten wir unwissend auch kurz in Johannesburg). Da wir schon im Februar gebucht haben, war der Flug auch nicht ganz so teuer (ca.800 Euro pro P.) Wenn wir mit der Planung beginnen, steht an erster Stelle immer der Flug, denn umso früher umso besser und vor allem billiger. Auch den Flug von Sansibar nach Kapstadt haben wir sofort gebucht. Da leider alle Flüge über Johannesburg gehen, musste wir hier zwei Mal umsteigen und eine 12 Stunden Reise auf uns nehmen. Doch wir dachten uns, wenn wir schon mal dort sind dann müssen wir auch nach Kapstadt.
Um die Unterkünfte während der Safari mussten wir uns Gott sei Dank nicht kümmern, das hat Caudence von Easytravel für uns erledigt. Das Hotel auf Sansibar haben wir auch schon im Februar gebucht. Da wir über Silvester dort waren, es schadet nicht sich schon früher zu entscheiden. Ja und das war sehr gut, denn schon Mitte Februar waren viele der Hotels ausgebucht. Hier war uns wichtig, dass das Hotel nicht zu groß ist, direkt am Strand liegt und schon etwas schöner ist, denn nach 8 Tagen Safari kann man es sich schon ein bisschen gut gehen lassen. Wir hatten Glück und konnten noch eines der letzten Zimmer im The Z Hotel auf Sanisbar ergattern.
Unsere Unterkunft für Kapstadt wurde sehr kurzfristig anfang Dezember gebucht und da hätten wir ruhig ein bisschen früher mit der Suche beginnen können. Im Jänner ist Sommer in Südafrika und auch gleichzeitig Hauptreisezeit, deshalb war ziemlich viel schon ausgebucht. Doch auch hier war das Glück auf unserer Seite und so konnten wir noch ein Zimmer ergattern. Wir haben zwar die erste Nacht dann doch in einem anderen Hotel verbracht, weil unser Hotel für die ersten 3 Nächte das Victoria & Alfred überbucht war und es kein Zimmer mehr für uns gab, aber dazu in einem späteren Beitrag mehr. Die letzten zwei Nächste haben wir dann im The Vineyard Hotel verbracht.
Vorbereitung
Nachdem die Route fixiert war, wir die Anzahlung für die Safari geleistet, die Flüge und die Hotels gebucht hatten, vergingen mal ein paar Monate in denen wir uns um gar nichts kümmerten. Drei Monate vor der Reise haben wir dann wieder losgelegt und uns erkundigt was man denn alles impfen muss. Im Prinzip braucht man gar nicht so viel. Man sollte auf jeden Fall die Grundimpfungen wie Hepatitis A & B und Tetanus/Diphtherie/Keuchhusten haben. Ganz wichtig ist außerdem die Gelbfieberimpfung die man vorweisen muss, wenn man nach Sansibar möchte. Die Impfung kostet leider ziemlich viel und ist auch nicht ganz ohne. Ich hatte danach über zwei Wochen ziemliche Bauchschmerzen und niemand wusste anfangs woher die kamen. Mein Freund hatte hingegen gar nichts. Zusätzlich kann man sich noch Tollwut und Typhus impfen, jedoch ist das kein Muss und wir haben uns auch dagegen entschieden, denn wir wollten unserem Körper nicht zu viel antun.
Da Tansania ein Malariahochgebiet ist sollte man sich auch darüber Gedanken machen. Hier gibt es zwar keinen Impfstoff, jedoch Tabletten, die man entweder vorbeugend (2 Tage vor der Reise bis 7 Tage nach dem Verlassen des Gebiets) nimmt oder erst wenn es ausbricht. Da wir nichts riskieren wollten, haben wir uns für Variante 1 entschieden und die Tabletten während der Reise geschluckt. Auch hier gibt es manchmal Nebenwirkungen wir Übelkeit, Kopfschmerzen, etc. wir hatten aber Glück. Leider ist das ganze ziemlich kostspielig. Eine Packung mit 12 Tabletten (wir haben jeder 17 gebraucht) kostet ca. 60 Euro. Die Gesundheit geht aber vor und deshalb haben wir uns dieses Medikament natürlich geleistet.
Weiter benötigt man für Tansania auch ein Visum und das ist von Österreich aus leider nicht so einfach zu bekommen. Es gibt zwei Möglichkeiten und zwar kann man einerseits das Visum vor Ort am Flughafen kaufen oder zur tansanische Botschaft im eigenen Land gehen. Leider ist die nächste Botschaft in Berlin und daher wird das Ganze ein bisschen schwieriger. Da wir von Dar es Salaam einen Anschlussflug und somit nicht so viel Zeit hatten, wollten wir das Visum eigentlich schon vorher haben. Deshalb habe ich mich ein bisschen erkundigt und auch die Botschaft in Berlin kontaktiert. Es gab die die Möglichkeit meinen Pass samit 50 Euro (so viel kostet das Visum) per Post nach Berlin zu schicken. Doch auch das ist nicht so einfach, da man einen frankiertes Kuvert beiliegen soll, damit die dann die Pässe samit Visum zurückschicken können. Ich wollte aber nicht riskieren, dass mein Reisepass verschwindet, und hätte den Brief gerne als Einschreiben verschickt. Hier gab es auch schon das nächste Problem, denn die Post in Österreich konnte mir kein frankiertes Retourkuvert (das eingeschrieben war) ausstellen. Da dann auch noch die Person der Botschaft ziemlich unfreundlich war, beschlossen wir Caudence zu kontakierten. Sie buchte unseren Anschlussflug um und so konnten wir das Visum vor Ort beantragen. Dies ging dann richtig schnell und es stellte sich heraus, dass wir auch den früheren Flug erwischt hätten, der dann aber anscheinend gestrichen wurde. Man steigt aus dem Flieger, füllt ein Formluar aus, zahlt die 50 Dollar (vor Ort nehmen sie keine Euro) gibt seinen Reisepass ab und wartet bis man aufgerufen wird – Schon hat man sein Visum.
Ein paar Wochen vor Abflug kümmerten wir uns dann um den Rest – besorgten die Malaria-Tabletten, ein paar Medikamente (gegen Fieber, für den Magen & Darm, Pflaster,…) Moskito Sprays, schrieben Packlisten, kauften noch fehlende Sachen wie einen Hut und wechselten Geld. Die Währung in Tansania ist der Tansania Schilling, doch vor Ort kann man so gut wie überall auch mit Dollar zahlen, also haben wir uns auch dafür entschieden und sind damit eigentlich ganz gut ausgekommen. In jedem Restaurant an unserem Strand konnte man mit Dollar (zu einem relativ gutem Kurs) zahlen. In Südafrika hingegen gibt es den Rand und so haben wir einfach die Dollar, die uns nach Tansania übrig blieben, in Kapstadt wechseln lassen. Achtung beim Zahlen mit Kreditkarte in Tansania. Hier wird einem meisten immer 5% Bearbeitungsgebühr draufgeschlagen, deshalb lieber alles Bar zahlen.
Ja und dann ging es auch schon ans Koffer packen, was leichter war als erwartet. Den Inhalt könnt ihr in meinem Packing my Bags Beitrag nachlesen. Ich bin übrigens ziemlich gut ausgekommen und hatte beim Hinflug nur 18 Kilo Gepäck dabei. Ich weiß immer noch nicht ganz wie ich das geschafft habe. Man sollte immer darauf achten wieviel Kilo bei den unterschiedlichen Fluglinien erlaubt sind und da wir einmal mit einer Propellermaschine geflogen sind und nur 23 Kilo haben durften, wollte ich lieber kein Risiko eingehen. Dinge die ihr unbedingt dabei haben solltet: viel Sonnencreme, Moskitospray, eine Kopfbedeckung, leichte Kleidung die nicht zu leicht zerknittert.
Wir haben uns übrigens für den Koffer und gegen den Rucksack entschieden, da mein Freund kein großer Fan davon ist. Es war überhaupt kein Problem, denn im Safariauto war genug Platz, da wir ja nur zu Zweit waren. Ich habe mich nie eingeschränkt gefühlt durch den Koffer. Meiner hat nach der Reise nur ein paar (viele) Schrammen abbekommen, aber damit muss man rechnen wenn man fliegt.
Kosten
Dieser Punkt wird wahrscheinlich viele von euch am meisten interessieren und ich hab unzählige Fragen dazubekommen. Deshalb will ich sie euch auch beantworten. Normalerweise redet ja niemand wirklich gerne über Geld, doch ich hab ehrlich gesagt kein Problem damit, denn ich habe keinen Grund es zu verheimlichen. Eine Safari ist eine ziemlich kostspielige Angelegenheit, das muss einem von Anfang an klar sein. Man nimmt ziemlich viel Geld in die Hand, wenn man sich dazu entschließt nach Afrika zu reisen. Es sind hier nicht die Unterkünfte das Teure, sondern eher die Eintritte in die Nationalparks. Da eine Safari aber wahrscheinlich ein einmaliges Erlebnis ist, das man nicht jedes Jahr wiederholt ist es verkraftbar. Ja und da ich so eine Reise schon immer mal machen wollte und auch lange dafür gespart habe, wollte ich mir das auch leisten. Dank meinem Uni-Abschluss im Juni, musste ich auch weniger sparen als gedacht. Ich hab keinen ganz genauen Betrag für euch was mich die Reise samt Essen, etc. gekostet hat, da meine letzte Abrechnung erst kommt (Angst). Man kann aber wenn man die Reise so plant wie wir, mit Safari, Strandurlaub, Kapstadt, gut Essen gehen usw. mit ca. 5000 Euro (oder auch ein bisschen mehr) rechnen. Natürlich kommt es auch immer darauf an was man möchte, wie man wohnt, wo man essen geht und ob man ein Safari-Auto für sich alleine möchte. Es gibt nämlich auch Anbieter, wo man sich das Auto mit anderen Reisenden teilen kann und somit Geld spart. Es ist klar, dass man zu 2 für ein Auto für eigentlich 8 Personen mehr zahlt, als wenn man es zu 6 nutzt. Da wir aber auf niemanden angewiesen sein und nichts riskieren wollten, entschieden wir uns für die teurere Variante, ein Auto für uns alleine. So viel ich weiß gibt es bei Easytravel die Möglichkeit nicht sich ein Auto mit anderen Reisenden zu teilen, wenn ich mich richtig erinnere. Doch wir haben einige Leute auf der Reise kennen gelernt, die diese Art zu Reisen genutzt haben. Leider ist mit der Anbieter aber entfallen.
Für die Safari haben wir also pro Person für 8 Tage um die 2500 Euro hingeblättert, was ein halbes Vermögen ist, doch es war jeden Cent wert. Ich liebe es zu Reisen und ich gebe mein Geld gerne dafür aus, wenn ich viel von der Welt sehen kann und neue Dinge erleben und neue Orte kennen lernen kann. Da diese Reise ein Uni-Abschlussgeschenk von uns an uns war, wollten wir es uns auch richtig gut gehen lassen. Wir haben die schöneren Hotels gebucht, uns für einige Ausflüge, wie Haitauchen und Abseilen vom Tafelberg entschieden und eine private Tour durch Kapstadt gemacht. Wir waren uns beide einige, dass wir in keinen Touribus steigen wollen. Wenn man bestimmte Vorstellungen von einer Reise hat kostet das auch und wir haben nach einer Zeit gar nicht mehr so viel darüber nachgedacht, sondern solange es im Budget war es einfach gemacht. Ich bin mir aber ganz sicher, dass man diese Reise auch günstiger gestalten hätte können. Wenn man sich ein Auto teilt, billigere Unterkünfte bucht und nicht jeden Tag essen und Cocktails trinken geht kommt man sicher auch mit 3500 Euro aus. Man muss halt immer vorher wissen wie viel Geld man man zur Verfügung hat und was einem so eine Reise wert ist.
Ich hoffe dieser Beitrag war hilfreich für euch. Solltet ihr noch weitere Fragen zur Planung, Vorbereitung & den Kosten haben, könnt ihr mir gerne ein Kommentar hinterlassen oder eine Mail schreiben. Wenn ich morgen nicht zu viel herumtrödle, gibt es ein neues Video auf meinem YouTube Kanal mit ganz vielen tollen Eindrücken und Tierbabys.
Mein Portugal Urlaub ist jetzt schon wieder 3 Wochen her und ich habe es nun endlich geschafft die Fotos auszusortieren und zu ordnen. Wir haben zwar weniger als sonst fotografiert, aber es war trotzdem gar nicht so einfach die besten für euch zusammenzusuchen. Heute möchte ich euch ein bisschen etwas über unsere Zeit im Amado Surfcamperzählen.
In der ersten Woche haben wir wirklich Irgendwo im Nirgendwo gewohnt und ich war anfangs doch etwas skeptisch, was das wohnen in einem Surfcamp betrifft. Geplant war ja eigentlich, dass wir uns für zwei Wochen ein Haus mit Pool und allem drum und dran mieten und dann jeden Tag selbst entscheiden, zu welchem Strand wir fahren. Da wir uns aber zu viel Zeit gelassen haben, gab es natürlich kein einziges freies Haus mehr in der Gegend um Sagres und Carrapateira. Also mussten wir uns eine Alternative überlegen und Lisa hatten den Vorschlag, gleich ins Surfcamp zu ziehen, denn so hätten wir einen günstigen Schlafplatz und auch gleich Surfunterricht, der für die erste Woche sowieso geplant war. Wir hatten Glück, genau drei (die einzigen wie sich herausstellte) Bungalows waren noch frei und da es auch wirklich günstig war (ca. 400 Euro pro Person mit Kurs und Frühstück) habe wir natürlich gleich zugeschlagen.
Kurz vor Abreise habe ich mich dann das erste Mal mit dem Thema Surfcamp beschäftigt und nur zu meinem Freund gemeint, “Du, ein eigenes Bad werden wir wohl nicht haben, oder?”
Endlich in Lissabon angekommen ging es mit unseren Mietautos Richtung Süden. Carrapateira erreichten wir erst als es schon dunkel war und die Suche nach dem Surfcamp stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Eine kleine sehr kurvige Schotterstraße führte uns dann ans Ziel. Anfangs waren wir uns nicht sicher, ob unsere Autos diese Reise überleben würden. Es war wirklich sehr abenteuerlich, denn wir fuhren Off Road und eine Straßenbeleuchtung oder so gab es natürlich nicht. Als wir das Camp heil erreichten wurden wir sehr freundlich von den Camp-Mädls begrüßt und durften unsere Bungalows beziehen. Ja und wie schon vermutet handelte es sich um einfache kleine Holzhütten mit jeweils zwei Betten und nur einer einzigen Steckdose. “Oh Gott wie soll ich hier überleben, mein Handy, meinen Kindle und die Kameras aufladen? Wo bekomme ich einen Verteiler her und hält das die Stromleitung aus oder fackel ich dann alles ab?” – Ja Ja, die Probleme eines Bloggers. Als ich mich “beruhigt” hatte kam schon die nächste Frage: Wo zum Teufel ist das Bad und die Toillette?
Jetzt im nachhinein muss ich ziemlich über mich selber lachen, denn wie konnte ich nur glauben, dass wir in einem Surfcamp ein Bungalow mit eigenem Bad haben werden. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lachen und war unheimlich froh, dass wir in der zweiten Woche ein Apartment gebucht hatten und ich nur eine Woche in diesen Hütten abgeschnitten von jeglicher Zivilisation wohnen musste. Im Endeffekt hatte ich im Amado Surfcamp, so eine tolle Zeit, dass es mich nicht gestört hätte wenn wir auch die zweite Woche dort geblieben wären. Klar war unser Apartment (Sagres Times) unglaublich schön, aber es war einfach so unglaublich nett im Camp – total einfach gehalten, ein bisschen rustikal, aber perfekt für einen Surfurlaub mit Freunden. Ja die Gemeinschaftsduschen waren zwar nicht die schönsten und jeden zweiten Tag hatten wir kein warmes Wasser mehr (außer Spätabends), aber das war eigentlich halb so wild. Wir haben unheimlich liebe Leute aus der ganzen Welt kennengelernt, gemeinsam im Freien gekocht & gegrillt und in den Hängematten vor unseren Bungalows entspannt. Doch nicht nur die Unterkunft, sondern auch der Surfkurs war einfach klasse. Unser Lehrer Manuel hat uns viel beigebracht, täglich motiviert und den einen oder anderen Schubser gegeben, damit uns die Wellen mitnehmen. Ich war zwar schon öfters surfen, aber wenn man nur einmal im Jahr oder seltener dazukommt, ist ein Surfkurs schon sehr wichtig, vor allem wenn man noch nie in einem war.
Jetzt im Nachhinein frage ich mich echt wieso ich mir soviele Gedanken am ersten Abend gemacht habe, denn es war wirklich eine tolle Woche und oft ist es ganz einfach, so viel besser. Sollte ich wieder surfen fahren, was ganz sicher der Fall sein wird, werde ich mich auf jeden Fall wieder in einem Camp einquartieren. Vorraussetzung es gibt so einen knuffigen Camp-Hund wie Lucy, die ich am liebsten mitgenommen hätte.
Wer es noch einfacher möchte, kann natürlich auch im Zelt übernachten. Prinzipiell kein Problem, aber für eine Woche oder länger wäre das wohl doch nichts für mich.
Praia do Amado
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