Die letzten Läufe waren richtig schrecklich und ich hatte Probleme auch wirklich durchzuhalten. Die ganze Zeit hatte ich nur einen Gedanken im Kopf, “wann ist es endlich vorbei, wann kann ich endlich gehen”. Doch aufgeben kommt für mich nicht in Frage und deshalb hieß es jedes Mal durchbeißen.

Der letzte 2 weeks of fitness Beitrag ist schon wieder ein Weilchen her und in den letzten Wochen hat sich so einiges getan. Ich trainiere ja gerade für meinen ersten Halbmarathon und genau heute in einer Woche ist es bereits so weit – Ich werde beim Vienna City Marathon gemeinsam mit drei meiner Leserinnen an den Start gehen. Ich bin Teil der Get Active Kampagen von Coca- Cola und möchte nicht nur euch zum Sport motivieren, sondern auch selber über meine Grenzen gehen und mir etwas beweisen. Damit ich auch wirklich ins Ziel komme und am besten mit einem Lächeln im Gesicht und nicht mit Hand vorm Mund vor Übelkeit (ja das hatte ich schon einmal), wird seit Wochen brav trainiert. Eigentlich laufe ich wirklich gerne und es macht mir auch großen Spaß, doch mittlerweile ist es nicht mehr lustig und das Training nervt richtig. Ich habe neue Strecken ausprobiert und mir neue Schuhe und eine Pulsuhr zugelegt, um mich irgendwie zu motivieren. Meistens hält das genau für einen Lauf und dann geht es mir schon wieder auf die Nerven. Die letzten Wochen habe ich einige km zurückgelegt (im März waren es sogar 111km) und mindestens 4 Mal die Woche die Laufschuhe geschnürt, doch jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, da mag ich einfach nicht mehr.

Ich glaube aber, das ist ganz normal, denn wenn man 2-3 Monate auf einen Lauf hintrainiert und eigentlich fast nichts anderes mehr macht, dann muss doch einfach der Moment kommen, wo es einfach nur noch nervt. Außerdem bin ich ein Typ der immer gerne mehrere Sportarten macht, damit mir auch ja nicht langweilig wird. Doch momentan ist dafür kaum Zeit. Jetzt heißt es noch eine Woche durchbeißen und dann kehrt wieder ein bisschen mehr Normalität in meine Sportroutine ein. Gott sei Dank stehen nur noch 3 lockere Läufe vorm Halbmarathon an und das sollte machbar werden. Danach möchte ich unbedingt wieder mehr Yoga gehen und auch die Crosszone öfters als einmal die Woche besuchen. Klar auch das Laufen wird danach noch ein Teil meiner Sportroutine bleiben, denn so wie ich mich kenn, werde ich danach wieder extrem motiviert sein und mir ein neues Ziel suchen. Momentan ist von dieser Motivation aber nichts zu sehen und ich kann es gar nicht mehr erwarten wenn das Training vorbei ist.

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Woche 1 :

Die erste Woche ist eigentlich ganz gut gelaufen, denn ich hatte noch genügend Motivation von meinem ersten 21km Lauf. Ich wollte es nämlich wissen und habe beschlossen die gesamte Distanz zu laufen und es hat wirklich gut geklappt. Danach war ich guter Dinge und wieder sehr motiviert fürs Training. Da ich aber in dieser Woche extrem viel zu tun hatte und viel auf den Beinen war, sind die Läufe von Tag zu Tag anstrengender geworden. Am Dienstag habe ich Tobi geschnappt und bin mit ihm in den Prater zum Laufen gefahren. Der kleine Frechdachs motiviert nämlich auch ganz schön. Am Mittwoch war ich jedoch den ganzen Tag unterwegs und am Abend dementsprechend erledigt. Meine Beine haben sich angefühlt, als wären sie aus Blei. Die Laufschuhe habe ich dann trotzdem geschnürt, obwohl ich wirklich gar keine Lust hatte. Nach 3km war dann auch Schluss und ich muss sagen ich war richtig sauer, denn eigentlich standen 12 km am Plan. Es gibt zwischendurch aber einfach so Tage wo einfach nicht mehr drinnen ist und da sollte man dann auch auf seinen Körper hören. Der nächste Lauf lief dann wieder besser und auf die Crossfit Einheit am Freitag habe ich mich schon riesig gefreut – endlich mal ein bisschen Abwechslung. Der Muskelkater von dieser Stunde hat mich fast eine Woche lang begleitet und mir teilweise auch meine Läufe etwas erschwert, aber das war es auf jeden Fall wert.

Woche 2:

Auch die letzte Woche hatte einige Ups & Downs. Die ersten Läufe waren richtig gut, doch ab Donnerstag wollten meine Beine dann gar nicht mehr. Natürlich kann das auch mit der anstrengenden Crossfit Einheit am Mittwoch zu tun haben, denn an diesem Tag habe ich meine Beine ganz schön beansprucht. Am Donnerstag hatte ich dann das Gefühl ich laufe auf der Stelle und komme überhaupt nicht voran. Blöderweise bin ich auch erst gegen 09:30 Uhr losgelaufen und die Sonne war an diesem Tag schon ziemlich stark. Durchgezogen habe ich es trotzdem, zwar in einem Schneckentempo, aber besser als aufgeben. Den Freitagslauf habe ich dann einfach ausgelassen, denn ich war unheimlich erledigt und hatte überhaupt keine Energie mehr. Bevor ich mich überanstrenge, krank werde oder mich so kurz vorm Lauf verletze, mache ich lieber eine Pause. Gestern stand dann noch ein letzter 13km Lauf am Programm und der musste einfach durchgezogen werden. Die ersten km war ich noch relativ motiviert, doch ab Kilometer 5 war die Motivation dann verschwunden. Gott sei dank war ein Freund mit, der mich gepusht hat und so habe ich die Distanz doch noch bewältigt und sogar noch einen “Ziel” Sprint hingelegt. Am Abend bin ich dann gegen 10 Uhr wie ein Stein ins Bett gefallen. Es ist wirklich heftig wie sehr mich das Training beansprucht. Trotzdem wird jetzt noch durchgebissen und alles gegeben. Danach kann man es dann ruhig wieder ein bisschen langsamer angehen. Heute ist Gott sei Dank mein Rest Day und der wird in vollen Zügen genossen, denn morgen geht das Training dann wieder weiter.

Vielleicht sollte ich mir schnell nochmal meinen letzte 2 weeks of fitness Beitrag durchgelesen, denn da ging es genau um dieses Thema “nicht nachdenken, einfach machen”.

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Kommentare -
  1. Hallo,
    das Gefühl kenne ich nur zu gut. Wenn man ein Ziel vor Augen hat und dieses unbedingt erreichen möchte, muss man über seinen Schatten springen und das Laufen ist nicht mehr entspannend. Doch das Gefühl, wenn man durch die Ziellinie sprintet lässt das harte Training vergessen ;)
    Lg Christoph von http://www.love-lift-run.com

  2. Es ist klasse, dass du auch ehrlich über deine Downs schreibst und nicht immer nur über die Sonnenseiten. ich denke, dass es völlig normal ist, dass das Training für einen HM auch mal nervig werden kann. Umso stolzer kannst du sein, dass du trotzdem am Ball bleibst! :)
    Liebste Grüße
    Andrea von http://www.chapeau-blog.de

  3. Es ist wirklich wichtig auf seinen Körper zu hören, um den Spaß am Sport nicht zu verlieren. Gut, dass die Motivationslosigkeit erst jetzt eintraf – zwei Wochen Zähne zusammenbeißen hast du ja ganz gut bewältigt.
    Wo ich mir den Trainingsplan angucke, musste ich schlucken – mich hätte so viel Sport auch beansprucht, vor allem weil du aufgrund des Halb-Marathons nicht flexibel sein kannst.

    Ich drücke dir die Daumen für deinen Lauf!!!
    xx, Ana

  4. Ich glaube das ist ganz normal…so ging es mir vor einem Jahr auch, als ich mich auf meinen 1. Halbmarathon vorbereitet habe. Aber du wirst sehen, dass sich das Training gelohnt hat und du viel entspannter am Tag des “Wettkampfes” bist. Wünsche dir viel Erfolg!

  5. Ach ich verstehe dich so gut! Ich laufe auch am Sonntag den Halbmarathon. Es wird mein vierter beim Vienna City Marathon. Ich hab mir das passionierte Ziel gesetzt in 2 Stunden zu laufen. Ich habe mir auch einen sehr ehrgeizigen Laufplan zusammengestellt und war bis vor 2 Wochen total motiviert. 4 Mal die Woche laufen, 1 Mal Yoga, 1 Mal Radfahren, 1 Tag Pause. Danach habe ich auch meine gesamte Abendgestaltung ausgerichetet, was nach der Arbeit nicht immer easy war. Und Seit so gut 1,5 Wochen denke ich mir auch jedes Mal, ich bin nur noch froh, wenn der Spaß vorbei ist und ich wieder ganz gechillt mit den Hunden laufen gehen kann, ohne Uhr, km tracking oder sonst irgendwas.

    Dennoch, es wird sich lohnen!! Das Gefühl nach so einem Rennen ist einfach phantastisch. Und ich bin mir ganz sicher, dass du den Halbmarathon easy rennen wirst bei der Vorbereitung die du hattest!

    Vielleicht sehen wir uns ja :)

    LG Caro

  6. Danke für diesen Einblick. Trainiere auch gerade für einen Halbmarathon und es hört sich blöd an, aber es tut gut wenn man merkt, dass andere auch ähnliche Erfahrungen machen. Ich hab zwar noch 5 Wochen Zeit, aber bin auch auf Motivationssuche…hab mich schon verflucht, dass ich mich angemeldet habe. Aber das Gefühl danach ist es dann doch Wert. Authentischer Blog…weiter so. LG Maria

  7. ohh, liebe Nina … das kann ich nur zu gut nachvollziehen. wenn das Training quasi ein Muss ist, weil man eben auf einen Wettkampf hintrainiert, dann kann das schon ganz schön doof sein und nerven. andersherum hat man manchmal Verletzungs- oder Krankheitspausen und dann wünscht man sich nichts lieber, aber wieder zu trainieren … genieß es also so wie es ist ;)

    eine Abwechslung mit Yoga zwischendurch finde ich übrigens auch immer eine super Sache und dann macht der nächste Lauf auch direkt wieder mehr Spaß :)

    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

  8. Du bist wirklich wahnsinnig fleißig, ich finde das total bewundernswert! Kein Wunder, dass so viel Sport auch irgendwann mal nervt, aber du kannst echt stolz auf dich sein! ;)
    Liebe Grüße
    Leonie von glowing

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