Vor ca. einem halben Jahr habe ich aus gesundheitlichen Gründen das Laufen an den Nagel hängen müssen. Sobald ich meine Laufschuhe angezogen habe und ein paar Kilometer gelaufen bin, hat mein Knie extrem zu schmerzen begonnen. Ich konnte danach nicht einmal mehr auftreten, geschweige denn Stiegen steigen. Ich war bei einem Arzt, einer Physiotherapeutin (jedoch keiner guten – Hallo Strom und Moorpackungen) und habe eine nicht gerade billige, aber wirklich gute Laufanalyse bei Bständig gemacht. Mir wurde einerseits gesagt, dass ich ein Muskelloch habe und andererseits, dass ich falsch gehe und das Knie beim Laufen in der Luft nach innen drehe und sozusagen neu gehen lernen muss. Nicht gerade einfach wenn man bedenkt, dass ich schon seit 25 Jahren so gehe. Nach 6 wöchiger Laufpause, Physiotherapie und Stärkung bestimmter Muskelgruppen, habe ich wieder begonnen zu laufen, doch nach dem zweiten Mal kamen die Schmerzen wieder. Daraufhin habe ich beschlossen mit dem Laufen aufzuhören und das Thema für mich abzuschließen. Ich war einfach total deprimiert und wollte einfach nicht nochmal so lange pausieren. Ich habe mich aber recht schnell damit abgefunden und habe mich mehr dem Fitnesscenter gewidmet. Außerdem hat mir mein lieber Papa mein altes Rad wieder hergerichtet und so habe ich auch das wieder in Betrieb genommen. Ich hatte eigentlich nicht wirklich das Gefühl, dass mir das Laufen wirklich abgeht. In meinem Umfeld gibt es nur wenige Menschen die wirklich viel laufen gehen und mein Freund ist auch nur dann zum Läufer geworden, wenn ich laufen war, somit bin ich auch kaum mit dem Thema in Verbindung gekommen. Doch dann war ich vorletzte Woche beim TUI Marathon auf Mallorca und irgendwie wurde da ein Hebel in meinem Kopf umgelegt und seitdem sagt mir mein Kopf  “Nina du musst wieder laufen – Kämpfe!”.

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Dieser Lauf  in Palma ist einfach etwas besonderes und ich durfte ja letztes Jahr schon dabei sein und habe die 10,5km bewältigt (Siehe HIER), doch dieses Jahr war ich gezwungenermaßen Zuseherin und musste den anderen beim Laufen zusehen und das war wirklich hart für mich. Ich dachte mir nicht, dass es so schwer für mich werden wird, doch mein Herz hat geblutet.  Klar habe ich mich total für die anderen gefreut, die den Lauf alle super gemeistert haben, aber ich wäre halt doch auch gerne gelaufen. Schon im letzten Jahr hat mich dieser Lauf so motiviert und eigentlich hatte ich mir ja den Halbmarathon 2013 zum Ziel gesetzt, doch daraus wurde ja leider nichts. Auch wenn ich dieses Jahr nicht gelaufen bin und auch noch bei keinem Halbmarathon dabei war, hat mir der Lauf und die Reise mit vielen lieben Läufern, wieder Energie und vor allem Motivation geschenkt. Ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass mir das Laufen einfach viel zu wichtig ist, um es einfach so aufzugeben und aus diesem Grund nehme ich den Kampf wieder auf und werde alles versuchen, damit ich bald wieder Laufen kann.

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Es war schon vor 3 Jahren, als ich mit dem Cheerleaden aufgehört haben ziemlich schwer für mich eine Sportart zu finden, die mir (fast) genauso viel Spaß macht. Ich habe Bikram Yoga ausprobiert, war in allen möglichen Kursen im Fitnesscenter – ja ich hatte Spaß dabei, aber es hat mich einfach nicht so erfüllt wie das Cheerleaden und dann habe ich Dank dem Club der Töchter, den es in Wien leider nicht mehr gibt, das Laufen für mich entdeckt. Anfangs war es eine Überwindung, doch es hat von Mal zu Mal mehr Spaß gemacht, vor allem das gemeinsame laufen mit Freundinnen oder meinem Freund. Dann kamen die ersten Laufbewerbe, ich habe die ersten Erfolge gesehen, bin an meine Grenzen gegangen und tja und dann kam mir leider mein Knie in die Quere.  Doch seit ich aus Mallorca zurück bin, habe ich wieder gestartet, ich mache (fast) täglich meine Übungen und habe auch schon eine neue empfohlene Physiotherapeutin kontaktiert. Ja ich weiß, es wird nicht einfach werden und mit Sicherheit auch dauern bis ich wieder laufen kann, aber ich werde nicht kampflos aufgeben und mich geschlagen geben. Erst wenn ich alles probiert habe und es dann immer noch wehtut, erst dann werde ich damit abschließen, doch vorher sicher nicht.Mein Ziel für das nächste Jahr ist also, dass ich wieder laufen kann und wenn ich das wirklich schaffe, möchte ich gerne beim Wings for Life Run, wo man für einen guten Zweck läuft dabei sein, doch bis dahin dauert es noch. Jetzt muss ich erst mal meine Muskeln stärken, positiv denken und kämpfen

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Running for those who can’t from Wings for Life on Vimeo.

Es wird in nächster Zeit also wieder mehr Beiträge zum Thema Sport geben, zwar nicht so wie bisher die 2 weeks of fitness Beiträge, aber ich werde euch auf dem laufenden halten. Außerdem möchte ich ein paar neue Kurse wie Tai bo, Bodycombat, Pilates usw. im Fitnesscenter ausprobieren, von denen ich euch dann erzählen werde. Weiters teste ich in zwei Wochen mit einigen Freundinnen Crossfit, wo auch zwei Leserinnen gerne eingeladen sind (mehr dazu demnächst auf Facebook) und auch darüber werde ich hier mit Sicherheit berichten. Also es wird auf jeden Fall wieder sportlich hier auf  Berries & Passion.

 

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Kommentare -
  1. Hallo! Ich bin zufällig auf deine Seite gestoßen und würde gerne meine Meinung zum Thema Laufen (nicht joggen) geben. Ich bin 30 Jahre alt und laufe seit meinem 12 Lebensjahr. Wie du das Laufen betreibst, wunderte es mich nicht, dass du mit Anfang 20!!! (ich schätze dich auf Anfang, Mitte 20) Knieprobleme hast. Es ist einfach unverantwortlich was du deinem Körper, Knochen antust. Es scheint so als ob du dies aufs “Biegen & Brechen” an dich reissen willst, aber das Laufen ist nicht nur eine mentale Sache sondern, dass muss man sich jahrelang AUFBAUEN!!! Ich bin 30 und bei mir fühlt sich das Laufen wie fliegen an, ich mache auch Wettkämpfe, hatte aber noch nie irgendwelche Knochen bzw. Knorpelprobleme und man sollte etwas nicht erzwingen, wenn es sich nicht gut einfühlt und den Eindruck habe ich bei deinem Bericht. Du musst dir vorstellen, dass du beim Laufen fast dein doppeltes Eigengewicht abfedern musst also ich würde an deiner Stelle die Finger davon lassen bevor du dir alles ruinierst!!! Frohe Festtage trotzdem und Kopf hoch!!

    1. liebe Adriana,

      danke für dein ehrliches Kommentar. Ich laufe auch seit April nicht mehr wirklich, weil ich eben sehr starke Schmerzen nach dem Laufen habe. Da ich es aber nicht einfach so aufgeben will, weil es einfach eine Sache ist die ich wirklich unheimlich gerne gemacht habe, habe ich mir Hilfe gesucht.
      Bis jetzt konnte mir nicht wirklich jemand helfen und ich weiß, dass sobald ich in meine Laufschuhe schlupfe wieder Schmerzen habe, daher mache ich es auch nicht.
      Ich habe jetzt aber eine gute Physiotherapeutin empfohlen bekommen und hoffe dass die mir weiterhelfen kann. Mein Schmerz geht von der Hüfte aus so wie es aussieht und da kann man sehr wohl etwas dagegen tun. Es ist zwar viel Arbeit aber das werde ich in Kauf nehmen, weil mir das Laufen echt viel bedeutet und Spaß macht. Solange ich aber Schmerzen habe werde ich nicht laufen, denn ich möchte mein Knie nicht noch mehr kaputt machen und deshalb mache ich ja auch momentan andere Sportarten, wo ich mein Knie nicht so belaste. Denn die GEsundheit geht vor und wenn mir die Ärzte sagen sollten ich darf nicht mehr laufen werde ich das auch akzeptieren, da das aber nicht der Fall ist werde ich kämpfen und alles versuchen was möglich ist, wenn es nicht klappt muss ich eh damit abschließen :)
      Liebe Grüße
      nina

  2. Ich kann dich so gut verstehen! Mir geht es ähnlich. Ich liebe das Laufen und muss seit ca. 3 Monaten wegen Knieschmerzen komplett darauf verzichten. Jedesmal wenn ich auch nur eine kleine Runde laufen gehe, habe ich danach Tagelang unerträgliche Schmerzen. Arztbesuche, MRT, Physiotherapie – nichts hilft. Das ist wirklich schlimm für mich und mir blutet auch jedes mal das Herz, wenn ich Jogger an mir vorbeilaufen sehe. Klar, das Training im Fitnessstudio macht Spaß aber es ist nicht vergleichbar mit der Leidenschaft die ich fürs Joggen hege…

    Ich freue mich für dich, dass dus wieder anpacken willst und wünsche dir viel Erfolg!!

    Ganz toller Post und Blog!

    Liebsten Gruß
    großstadtbambi.de

  3. Ich finds echt so schade & traurig, dass gerade DIR das mit dem Muskelloch passieren musste.. gerade du warst/BIST einfach die Laufmotivation pur.. Meinen Beinen gehts gut – nur mein Kopf will nicht mehr.. wird echt Zeit, dass ich meinen Popo wieder hochkrieg und auch wieder laufen gehe..
    Wünsch dir alles Gute ;)

    Alles Liebe, Katii

  4. Oh Nina, wie gut ich alles, aber auch wirklich alles verstehen kann!!
    Ich musste mit dem Tanzen aufhören, was mir alles bedeutet hatte, und auch dem Joggen aufhören, weil ich mir den Meniskus gerissen habe, dann hab ich mein Aufbautraining angefangen… um ein halbes Jahr nach der ersten Menikus-OP wieder dieselbe OP zu haben. Das ganze Theater mit Physiotherapie und Aufbautraining ging von vorne los… durch den fehlenden Meniskus im einen Knie, lief ich falsch, so dass dann mein anderes Knie streikte. Ich wurde falsch behandelt vom Orthopäden und hatte falsche Ansätze in der Physiotherapie… Bis ich resigniert habe und aufgehört hatte mit der Therapie, bis dann Anfang des Jahres die Laufsaison wieder losging, und ich wieder mein Ziel vor Augen hatte. Dann hab ich langsam wieder angefangen, doch durch den fehlenden Meniskus holte ich mir gleich die nächste Verletzung… Wieder ein Arzt mit falschem Ansatz, aber immerhin hatte ich dann einen Physiotherapeuten gefunden, der wusste, was er tut. Mittlerweile habe ich auch eine Sportmediziner, der mich betreut. Mein Physiotherapeut begleitet mich jetzt auf dem Weg zu meinem Ziel, wieder zu tanzen, nächstes Jahr auch wieder laufen zu können und ist da auch aus medizinischer Sicht positiv gestimmt, was mich ungemein erleichtert, weil ich endlich wieder meine Ziele erreichen will!

    Ich wünsche dir alles, alles Gute und drücke dir ganz fest die Daumen, dass du auf dem richtigen Weg bist!!
    Liebste Grüße,
    Christina

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